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SUMMARY:Hans Grimm führte durch die Ausstellung einer fotografischen Reise zum 1150. Jubiläum Hornaus (Artikel von Hans Grimm)
LOCATION:Alte Kirche Hornau
DESCRIPTION:Führung durch die Fotoausstellung\nzum 1150. Jubiläum von Hornau\n\nIm Rahm
 en des zweitägigen Festprogramms zur 1150 Jahrfeier Hornaus gab der in Horn
 au vor 88 Jahren geborene Hans Grimm am 23. Juni 2024, 16:30 Uhr in der Alt
 en Kirche Hornau Erläuterungen zu der Ausstellung:\n„Das Objektiv auf Horna
 u: Eine fotografische Reise“.\n\nSaal des Gasthauses „Zum Taunus“ (Schäfer-
 Jakob) um 1920\n\nElternhaus von Vater Jakob Grimm, dessen Vater Christian 
 aus Gönz (bei Amorbach) nach Hornau kam und Käthchen Pleines heiratete. Das
  Haus befindet sich Am Flachsland 3. (Zu sehen sind vor dem Haus der Onkel 
 von Hans Grimm, Karl, sowie in den Fenstern seine Oma Käthchen, seine Tante
  Maria und sein Vater Jakob)\nHans Grimms Enkel Carl (damals 6 Jahre) hatte
  ihn ständig gebeten, aus seiner Bubenzeit zu berichten. Um ihm das Verstän
 dnis zu erleichtern, hat Hans Grimm einige Begebenheiten in Verse gefasst:\
 nDer KussDie Mutter meines Vaters, meine Oma Käthchen Grimmmachte manchmal 
 ein Theater, das war schon wirklich schlimm.Sie wohnte „ An dem Flachsland 
 3 „ meiner Schul ´sehr nah ´.es war nicht zu vermeiden, dass sie mich öfter
  sah.Sie stand am großen Schultor, und wartete auf mich.Ich ging dann hin u
 nd grüßte sie, sie drückte und sie küsste mich.Das kannte ich von früher un
 d hat mich auch gefreut,das war jedoch zu Hause und nicht vor alle ´ Leut ´
 .Weil sich das ständig wiederholte, war es für mich ´ne Qual,ich stand wie 
 auf der Bühne in einem großen Saal.Kinder, Lehrer auf dem Schulhof, sah ´n 
 belustigt zu.Doch dies fast tägliche Ritual ließ mir keine Ruh ´.Noch eine 
 Sache störte mich, es war nicht angenehm.Meiner Oma fehlten Zähne, nicht lu
 stig an zu seh ´n.Der Kuss war nass und saftig, bestrich die ganze Wange.De
 r ganze Auftritt war mir lästig, mir wurde angst und bange.Denn mittlerweil
 e, ohne Hohn, war das ´ne Schulhof – Attraktion.Meine Klassenkameraden, hat
 ten das auch mitbekommenjedes Mal um uns herum, hatt ´ich dieses Publikum.D
 eshalb fasst ´ich den Entschluss, dass ich mich verstecken muss.Hinter ´m S
 chulhaus, Giddi – Seite, fand ich, ist der rechte Ort.Die Oma konnte mich n
 icht sehen, ich war aus ihrem Blickfeld fort.Doch ich hatte mich verrechnet
 , sie hatte mich schon längst vermisstund sie fragt die Schulhofkinder, wo 
 denn wohl das Hansi istDiese Frag ´wird aufgenommen, die Korona kommt in Fa
 hrt.Das was jetzt kommt war sehr peinlich und für mich auch wirklich hart.„
  Hansi komm ´aus dei ´m Versteck „ erscholl es laut im Chor,„ dei Oma will 
 e ´n Kuss dir geben, sie steht schon an dem Tor.Da half kein Zieren, Widers
 treben, hab ´mich ergeben müssen.Geschlagen ging ich an das Tor zum nächste
 n Oma – Küssen.Die Zeiten sind schon längst vergangen, es war alles halb so
  schlimm,wenn ich nach Hornau gehe, denk ich an Käthchen GrimmUnser Enkel, 
 sechs ist er jetzt, ist dieser Art auch ausgesetzt.Auch seine Oma treibt da
 s Verlangen ihn zu küssen auf die Wangen.Da er kennt meine Geschicht, sagt 
 er „ Oma´, bitte nicht „Es hilft auch hier kein Widerstreben, so sind die O
 mas eben. \nElternhaus von Hans Grimm in der Vordergass\nDIE  VORDERGASS\nD
 ie Vordergass, hatte ein Pflaster, für Mensch ´ und Tier ein Desaster.\nTot
 al mit Bachkatzen belegt, das hat Viele aufgeregt.\nDie Straßendecke war ni
 cht flach, bereitet ´ deshalb Ungemach.\nDie Fremden hatten ein Problem auf
  dieser „ Gass „ einher zu gehen.\nDie Vordergässer, ohne Frage, sahen dari
 n keine Plage.\nDenn wer die Schwierigkeiten kennt, wird gegen sie auch res
 istent.\nOb Groß, ob Klein, ob Jung ob Alt, die Sache ließ sie einfach kalt
 .\nMan hatt ´sich so an sie gewöhnt, Kritik an ihr war fast verpönt.\nSie w
 ar, und das war Allen klar, ein selten Straßenexemplar.\nPulsierend schien 
 das Leben dort, ein Zentrum in dem ganzen Ort.\nFuhrwerke fuhr ´n im Zottel
 trott, man hörte ständig Hü und Hot.\nAlle strebten auf das Feld , schon im
 mer hieß es : Zeit ist Geld.\nUnd wenn man früher noch so rannte, traf man 
 Freunde und Bekannte,\nhielt man an, begann zu plauschen Neues und Witze au
 szutauschen.\nDas gehörte zur Lebensfreude und keinen gab ´s der dies bereu
 te\nMan war so auf dem neu ´sten Stand, manche Nachricht war pikant.\nKönnt
  ´die Vordergass berichten, gäb´ es vielerlei Geschichten.\nOder Antwort au
 f die Fragen, wie war ´s in Hornau ´s großen Tagen ?\nals die Gagern hier n
 och lebten und nach wirklich Großem strebten.\nVieles würde offenbar, wie e
 s früher einmal war.\nDie alte Kirche, die an ihr steht, hörte so manches f
 romme Gebet.\nDas älteste Haus in Fachwerk prächtig, wurde erbaut fünfzehna
 chtundsechzig.\nDas Pingstebörnche, die alten Brunnen, stützten die Erinner
 ungen.\nDie Zeugen der Vergangenheit erfüllten uns mit Dankbarkeit.\nWie wa
 r es in den großen Kriegen, als viele Männer im Felde blieben ?\nWie sind F
 amilien zurechtgekommen, denen Mann und Vater genommen ?\nWie war es in dem
  Schicksalsjahr, besonders am 2. Februar ?\nHalb Hornau brannte lichterloh,
  alle überlebten und waren froh.\nDie Vordergass legt ´Trauer an, wenn man 
 den Weg zum Friedhof nahm.\nDenn schwarz zeigt sich der Trauerzug, wenn Tot
 e man zu Grabe trug.\nDie Toten liegen hier vereint, unvergessen und bewein
 t.\nSchon zu Lebzeiten wussten sie das : wir liegen nah ´der Vordergass.\nZ
 og die Kerb dann in das Land, war man außer Rand und Band.\nDie Fröhlichkei
 t steckt ´alle an , ob Bub, ob Mädchen, ob Frau oder Mann.\nEs wurd ´getanz
 t, gefeiert, gesungen, schön sind die Erinnerungen\nDas Schubkarrenrennen v
 oller Schwung begeistert die Bevölkerung.\nDer Vordergasse schönster Tag wa
 r immer der Fronleichnamstag\nAlle machten sich Gedanken, wie man dem liebe
 n Gott kann danken.\nVier Altäre gab ´s zu schmücken, Kinder gingen Blumen 
 pflücken\nFrische Kränz ´ aus Zweigen der Tannen, galt es über die Straße z
 u spannen.\nDie Männer holten ziemlich fleißig, aus dem Walde Birkenreisig\
 nBestreut wurd ´dann die ganze Gass ´mit frisch gemähtem grünen Gras\nDenn 
 Dankbarkeit ist ein Gebet, das direkt nach oben geht\nVon Herzen kam der Lo
 bgesang, der von hier zum Himmel drang.\n \n\nWohnhaus der Familie Simon, d
 er das Hofgut auf der Adolfshöhe gehörte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde dort 
 ein Kinderheim untergebracht.\n\nLebensmittelgeschäft Johann Herrmann, gena
 nnt „Bei der Klara Babett“\n\nZu sehen ist der Hornauer Hartmut Wittekind b
 ei der Renovierung der Alten Kirche. Er rettete die Kirche vor dem totalen 
 Verfall/Abriss. In dieser Kirche war Hans Grimm über viele Jahre mit seinen
  Kameraden Ministrant.\n\nJohann Herrmann und Klara Babett hinter der Verka
 ufstheke ihres Lebensmittelladens.\n\nEinzug der katholischen Jugend mit ih
 ren Bannern im Rahmen der Einweihung der St. Martinskirche. Dies war die gr
 oßartigste Gemeinschaftsleistung der Pfarrgemeinde.\n\nKlapperbuben in der 
 Vordergass (um 1920) vor dem Haus Leuschner, genannt "Das Hannache" oder "L
 euschner Greta". Das Hannache hat jahrelang Beerdigungskränze gewunden.\nDi
 e folgenden Verse handeln von den Klapperbuben, eine jahrzehntelange Tradit
 ion, bei der die Buben (bis zum Schulabschluss) von Gründonnerstag, 12:00 U
 hr bis Karsamstag, 06:00 Uhr durch Hornaus Gassen zogen.\nK L A P P E R B U
  B E NDie Fastenzeit, die nahm kein Ende, sie war halt einfach viel zu lang
 .Alles wurde ruhig und ruhiger, am Schluss fehlte der Glocken Klang.Die Leu
 te gingen mehr zur Kirche, dem Pfarrer waren sie ganz Ohr.„ O Haupt voll Bl
 ut und Wunden...“ erklang der Frommen ChorFast – und Abstinenzgebote, wir s
 pürten diese Lasten.Den Buben fiel ´s besonders schwer, das wochenlange Fas
 ten.Die Essrationen wurden kleiner, freitags auf dem Tisch kein Fleisch.Sta
 ttdessen gab ´s, was nicht mal schlecht war, Fisch bei Arm und ReichDagegen
  war gar nichts zu machen, da half auch wirklich kein Tumult.Wir wussten ja
 , das wird sich ändern und übten uns in der Geduld.Das war das „ Klappern „
 , ohne Frage, das Hauptereignis für drei Tage.12:00 Uhr Gründonnerstag fing
  ´s an und dauert bis Karsamstag dann.Die Glocken waren ausgefallen, ihre S
 eelen war ´n in Rom.So sprach der Volksmund allenthalben, das wussten wir a
 ls Kinder schon.Klappern war ein Ehrenjob, fast alle Buben machten mit.Man 
 musste es nur richtig können, was nötig war, war ´n Takt und Schritt.Der st
 renge Klappervatter, prüft ´alle Kandidaten, soweit sie darum baten.War all
 es klar, gab ´s kein Problem, sie konnten mit der Gruppe geh ´n.Sechs mal k
 lappern hieß es dann, das war unser Vollprogramm.Eifrig war ´n wir bei den 
 Proben, unser Fleiß war hoch zu loben.Entsprechend zu der Tageszeit ,ertönt
 e unser Sprechgesang.„ Es ist zwölf Uhr „ hieß es mittags und ersetzt der G
 locken Klang„ Ave Maria „ erschallt ´s am Abend durch den ganzen Ort.„ Ihr 
 Schläfer wachet aus der Ruh „ setzt ´s sich frühmorgens fort.Start war die 
 Gemarkungsgrenze, die unsren Ort von Kelkheim trennt.Peinlich wurde ´drauf 
 geachtet, dass keiner den Termin verpennt.Tür und Fenster gingen auf, wenn 
 durch den Ort wir zogen.Die Leute standen an der Strasse, wenn wir um die E
 cke bogen.Bewundernd waren ihre Blicke, das machte uns gewaltig stolz.Und d
 as Klappern wurde lauter, wenn wir schlugen Holz auf Holz.Früh am Karfreita
 g und Karsamstag, alles lag in tiefer Ruh,schlichen wir ganz leis ´und heim
 lich unsrem Klappertreffpunkt zu.Zuerst berieten wir den Plan, wie ´s Andre
  schon vor uns getan.Schlag fünf Uhr morgens war der Start, für Langschläfe
 r bestimmt sehr hartWir sangen laut, klapperten kräftig, der Schrecken für 
 sie war schon heftig.Andre guckten aus den Fenstern, verglichen uns mit Sch
 reckgespenstern.Die Höhepunkte, das war der Spaß, war ´n Leute in der Vorde
 rgass.Das war halt lange Tradition, das wussten die Betroffnen schon.Zwei ,
  drei Adressen war ´n im Focus, mit denen machten wir den JokusEin fromm ´V
 ergnügen war das nicht, trotzdem war ´n wir drauf erpicht.Ahnend was passie
 ren könnte, hat uns vorher schon bewegt,deswegen unsre Schar sich außer Rei
 chweite bewegt.Der Straße andre Seite, war ein sichrer Platz,hier konnt ´un
 s das nicht treffen, was folgt auf den RabatzBevor wir nun ein Haus erreich
 ten, unsre Taktik war ganz klaränderten wir die Handlungsweise, denn stören
 d war, was dann geschah.Wir klapperten und sangen leiser, die Spannung hatt
 e uns erfasst,was auf Kommando „ drei „ erfolgte, war, was jeder Schläfer h
 asst.Laute Tritte, Ratschenlärm, lautes Klappern noch dazuund unser provozi
 erend Singen „ Ihr Schläfer wachet aus der Ruh „Fensterläden flogen auf, di
 e Gesichter zeigten Ärger,wir hatten unser Ziel erreicht, unser Gejohle wur
 de stärker.Doch Vorsicht war nun jetzt geboten, die Rache folgte auf dem Fu
 ß,des Nachttopfs Inhalt, der nun kam, war wirklich kein Genuss.Denn trotz d
 es Abstands, den wir hatten, bestand doch die Gefahr,dass einer noch getrof
 fen ward aus unsrer Buben Schar.Schützend stieben wir auseinander, formiert
 en uns aber wieder schnell,wir hörten der Leute lautes Geschimpfe und der H
 unde Gebell.Der erste Streich war uns gelungen, dieser Sieg war unserAm Ste
 inern Kreuz nach der Hohl, sprachen wir das „ Vater unser „Karsamstag war d
 er Höhepunkt der klappernden Saison.Bedacht wurde ein andres Haus, das wuss
 ten alle schon.„ Zum letzten Mal für diese Jahr „ so sangen wir im Chor.Noc
 h viele von uns haben ihn, zurückdenkend im Ohr.Wir gingen noch ´mal ´zu de
 m Kreuz, unser Einsatz war zu Endewir hatten es wieder geschafft und formte
 n zum Gebet die HändeOstern steht nun vor der Tür, zu End ´die FastenzeitWi
 r mussten zu dem Kloster noch, das war nicht allzu weit.Der Kirchweg führte
  uns dort hin, die Ufer voll mit Hecken,für uns eine Herausford ´rung, sie 
 alle anzustecken.Lichterloh die Hecken brannten, unser Osterfeuer,für viele
 , die ´s von weitem sahen, sicher nicht geheuer.Am Kloster angekommen, war 
 Johrn voll in Aktion,das richt ´ge Osterfeuer brannte für alle schon.Danach
  begann die Feier, viele Stunden lang„ Das Grab ist leer der Held erwacht „
  dann die Gemeinde sang.Nur einmal fiel das Klappern aus und das ist leicht
  erklärlichRatschen, Klappern, Sprechgesang war einfach zu gefährlich.Wie S
 chüsse aus Gewehren hört sich das Klappern an,dass dies Gefahr bedeutet, da
  ist schon etwas dranWir hatten uns schon aufgestellt und war ´n bereit zu 
 starten,kam meine Patin her des Wegs und sagt, wir sollen warten.Von Kelkhe
 im eilte sie herbei, erzählt was sie gesehen,die Amis waren einmarschiert, 
 ein erwartetes Geschehen.Gründonnerstag, März 45, das war die große Wende,f
 ür uns war jetzt nun alles klar, der Krieg ist hier zu Ende.Die Verwirrung 
 war nun groß, was wird die Zukunft bringen.Das Klappern wurd ´zur Nebensach
 , und auch das laute Singen.Doch ein Jahr später kaum zu glauben, kam der E
 rinnerung Lohn,wir klapperten und sangen froh, in ungebroch ´ner Tradition.
 Die Erfahrung jener Tage aus unsrer Kinderzeit,kommen zu uns als liebe Grüß
 e der Vergangenheit.Text: Hans Grimm\nFotos: Jürgen Moog\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000; font-size: 24pt
 ;"><strong>Führung durch die Fotoausstellung</strong></span></p><p style="t
 ext-align: center;"><span style="color: #ff0000; font-size: 24pt;"><strong>
 zum 1150. Jubiläum von Hornau</strong></span></p><p style="text-align: cent
 er;"><span style="font-size: 10pt;"><img src="https://www.museum-kelkheim.d
 e/images/Fotoausstellung_1150Jahre_Hornau_HansGrimm_23.06.2024_1.jpg" alt="
 Fotoausstellung 1150Jahre Hornau HansGrimm 23.06.2024 1" width="650" height
 ="303" /></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 
 10pt;">Im Rahmen des zweitägigen Festprogramms zur 1150 Jahrfeier Hornaus g
 ab der in Hornau vor 88 Jahren geborene Hans Grimm am 23. Juni 2024, 16:30 
 Uhr in der Alten Kirche Hornau Erläuterungen zu der Ausstellung:</span></p>
 <p style="text-align: center;"><span style="font-size: 10pt; color: #ff0000
 ;"><strong><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000;">„Das Objektiv auf
  Hornau: Eine fotografische Reise“</span>.</strong></span></p><p style="tex
 t-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Fotoausst
 ellung_1150Jahre_Hornau_HansGrimm_23.06.2024_2.jpg" alt="Fotoausstellung 11
 50Jahre Hornau HansGrimm 23.06.2024 2" width="650" height="303" /></p><p><e
 m><span style="font-size: 10pt;">Saal des Gasthauses „Zum Taunus“ (Schäfer-
 Jakob) um 1920</span></em></p><p style="text-align: center;"><img src="http
 s://www.museum-kelkheim.de/images/Fotoausstellung_1150Jahre_Hornau_HansGrim
 m_23.06.2024_3ab.jpg" alt="Fotoausstellung 1150Jahre Hornau HansGrimm 23.06
 .2024 3ab" width="650" height="303" /></p><p><em><span style="font-size: 10
 pt;">Elternhaus von Vater Jakob Grimm, dessen Vater Christian aus Gönz (bei
  Amorbach) nach Hornau kam und</span><span style="font-size: 10pt;">&nbsp;K
 äthchen Pleines heiratete. Das Haus befindet sich Am Flachsland 3. (Zu sehe
 n sind vor dem Haus der Onkel von Hans Grimm, Karl, sowie in den Fenstern s
 eine Oma Käthchen, seine Tante Maria und sein Vater Jakob)</span></em></p><
 p><span style="font-size: 10pt;">Hans Grimms Enkel Carl (damals 6 Jahre) ha
 tte ihn ständig gebeten, aus seiner Bubenzeit zu berichten. Um ihm das Vers
 tändnis zu erleichtern, hat Hans Grimm einige Begebenheiten in Verse gefass
 t:</span></p><dl><dt style="text-align: center;"><span style="color: #00008
 0; font-size: 18pt;"><em>Der Kuss</em></span></dt><dt></dt><dd></dd><dd sty
 le="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em
 >Die Mutter meines Vaters, meine Oma Käthchen Grimm</em></span></dd><dd sty
 le="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em
 >machte manchmal ein Theater, das war schon wirklich schlimm.</em></span></
 dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #00
 0080;"><em>Sie wohnte „ An dem Flachsland 3 „ meiner Schul ´sehr nah ´.</em
 ></span></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; 
 color: #000080;"><em>es war nicht zu vermeiden, dass sie mich öfter sah.</e
 m></span></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt;
  color: #000080;"><em>Sie stand am großen Schultor, und wartete auf mich.</
 em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt
 ; color: #000080;"><em>Ich ging dann hin und grüßte sie, sie drückte und si
 e küsste mich.</em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span style=
 "font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Das kannte ich von früher und hat mi
 ch auch gefreut,</em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span styl
 e="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>das war jedoch zu Hause und nicht 
 vor alle ´ Leut ´.</em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span st
 yle="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Weil sich das ständig wiederholt
 e, war es für mich ´ne Qual,</em></span></dd><dd style="text-align: center;
 "><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>ich stand wie auf der 
 Bühne in einem großen Saal.</em></span></dd><dd style="text-align: center;"
 ><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Kinder, Lehrer auf dem 
 Schulhof, sah ´n belustigt zu.</em></span></dd><dd style="text-align: cente
 r;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Doch dies fast tägli
 che Ritual ließ mir keine Ruh ´.</em></span></dd><dd style="text-align: cen
 ter;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Noch eine Sache st
 örte mich, es war nicht angenehm.</em></span></dd><dd style="text-align: ce
 nter;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Meiner Oma fehlte
 n Zähne, nicht lustig an zu seh ´n.</em></span></dd><dd style="text-align: 
 center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Der Kuss war na
 ss und saftig, bestrich die ganze Wange.</em></span></dd><dd style="text-al
 ign: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Der ganze 
 Auftritt war mir lästig, mir wurde angst und bange.</em></span></dd><dd sty
 le="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em
 >Denn mittlerweile, ohne Hohn, war das ´ne Schulhof – Attraktion.</em></spa
 n></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color:
  #000080;"><em>Meine Klassenkameraden, hatten das auch mitbekommen</em></sp
 an></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color
 : #000080;"><em>jedes Mal um uns herum, hatt ´ich dieses Publikum.</em></sp
 an></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color
 : #000080;"><em>Deshalb fasst ´ich den Entschluss, dass ich mich verstecken
  muss.</em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-si
 ze: 12pt; color: #000080;"><em>Hinter ´m Schulhaus, Giddi – Seite, fand ich
 , ist der rechte Ort.</em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span
  style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Die Oma konnte mich nicht seh
 en, ich war aus ihrem Blickfeld fort.</em></span></dd><dd style="text-align
 : center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Doch ich hatt
 e mich verrechnet, sie hatte mich schon längst vermisst</em></span></dd><dd
  style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"
 ><em>und sie fragt die Schulhofkinder, wo denn wohl das Hansi ist</em></spa
 n></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color:
  #000080;"><em>Diese Frag ´wird aufgenommen, die Korona kommt in Fahrt.</em
 ></span></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; 
 color: #000080;"><em>Das was jetzt kommt war sehr peinlich und für mich auc
 h wirklich hart.</em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span styl
 e="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>„ Hansi komm ´aus dei ´m Versteck 
 „ erscholl es laut im Chor,</em></span></dd><dd style="text-align: center;"
 ><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>„ dei Oma will e ´n Kus
 s dir geben, sie steht schon an dem Tor.</em></span></dd><dd style="text-al
 ign: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Da half ke
 in Zieren, Widerstreben, hab ´mich ergeben müssen.</em></span></dd><dd styl
 e="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>
 Geschlagen ging ich an das Tor zum nächsten Oma – Küssen.</em></span></dd><
 dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080
 ;"><em>Die Zeiten sind schon längst vergangen, es war alles halb so schlimm
 ,</em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size: 1
 2pt; color: #000080;"><em>wenn ich nach Hornau gehe, denk ich an Käthchen G
 rimm</em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span style="font-size
 : 12pt; color: #000080;"><em>Unser Enkel, sechs ist er jetzt, ist dieser Ar
 t auch ausgesetzt.</em></span></dd><dd style="text-align: center;"><span st
 yle="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Auch seine Oma treibt das Verlan
 gen ihn zu küssen auf die Wangen.</em></span></dd><dd style="text-align: ce
 nter;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Da er kennt meine
  Geschicht, sagt er „ Oma´, bitte nicht „</em></span></dd><dd style="text-a
 lign: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #000080;"><em>Es hilft 
 auch hier kein Widerstreben, so sind die Omas eben.</em></span></dd><dd>&nb
 sp;</dd></dl><p style="text-align: center;"><img src="https://www.museum-ke
 lkheim.de/images/Fotoausstellung_1150Jahre_Hornau_HansGrimm_23.06.2024_3b.j
 pg" alt="Fotoausstellung 1150Jahre Hornau HansGrimm 23.06.2024 3b" width="6
 50" height="303" /></p><p><em><span style="font-size: 10pt;">Elternhaus von
  Hans Grimm in der Vordergass</span></em></p><p style="text-align: center;"
 ><em><strong><span style="font-size: 14pt; color: #000080;">DIE&nbsp; VORDE
 RGASS</span></strong></em></p><p style="text-align: center;"><em><span styl
 e="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Vordergass, hatte ein Pflaster, fü
 r Mensch ´ und Tier ein Desaster.</span></em></p><p style="text-align: cent
 er;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Total mit Bachkatze
 n belegt, das hat Viele aufgeregt.</span></em></p><p style="text-align: cen
 ter;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Straßendecke w
 ar nicht flach, bereitet ´ deshalb Ungemach.</span></em></p><p style="text-
 align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Frem
 den hatten ein Problem auf dieser „ Gass „ einher zu gehen.</span></em></p>
 <p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #00
 0080;">Die Vordergässer, ohne Frage, sahen darin keine Plage.</span></em></
 p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #
 000080;">Denn wer die Schwierigkeiten kennt, wird gegen sie auch resistent.
 </span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 
 12pt; color: #000080;">Ob Groß, ob Klein, ob Jung ob Alt, die Sache ließ si
 e einfach kalt.</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span sty
 le="font-size: 12pt; color: #000080;">Man hatt ´sich so an sie gewöhnt, Kri
 tik an ihr war fast verpönt.</span></em></p><p style="text-align: center;">
 <em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Sie war, und das war All
 en klar, ein selten Straßenexemplar.</span></em></p><p style="text-align: c
 enter;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Pulsierend schie
 n das Leben dort, ein Zentrum in dem ganzen Ort.</span></em></p><p style="t
 ext-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Fuhr
 werke fuhr ´n im Zotteltrott, man hörte ständig Hü und Hot.</span></em></p>
 <p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #00
 0080;">Alle strebten auf das Feld , schon immer hieß es : Zeit ist Geld.</s
 pan></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12p
 t; color: #000080;">Und wenn man früher noch so rannte, traf man Freunde un
 d Bekannte,</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="
 font-size: 12pt; color: #000080;">hielt man an, begann zu plauschen Neues u
 nd Witze auszutauschen.</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><
 span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Das gehörte zur Lebensfreude 
 und keinen gab ´s der dies bereute</span></em></p><p style="text-align: cen
 ter;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Man war so auf dem
  neu ´sten Stand, manche Nachricht war pikant.</span></em></p><p style="tex
 t-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Könnt 
 ´die Vordergass berichten, gäb´ es vielerlei Geschichten.</span></em></p><p
  style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #0000
 80;">Oder Antwort auf die Fragen, wie war ´s in Hornau ´s großen Tagen ?</s
 pan></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12p
 t; color: #000080;">als die Gagern hier noch lebten und nach wirklich Große
 m strebten.</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="
 font-size: 12pt; color: #000080;">Vieles würde offenbar, wie es früher einm
 al war.</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font
 -size: 12pt; color: #000080;">Die alte Kirche, die an ihr steht, hörte so m
 anches fromme Gebet.</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><spa
 n style="font-size: 12pt; color: #000080;">Das älteste Haus in Fachwerk prä
 chtig, wurde erbaut fünfzehnachtundsechzig.</span></em></p><p style="text-a
 lign: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Das Pings
 tebörnche, die alten Brunnen, stützten die Erinnerungen.</span></em></p><p 
 style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #00008
 0;">Die Zeugen der Vergangenheit erfüllten uns mit Dankbarkeit.</span></em>
 </p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color:
  #000080;">Wie war es in den großen Kriegen, als viele Männer im Felde blie
 ben ?</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-s
 ize: 12pt; color: #000080;">Wie sind Familien zurechtgekommen, denen Mann u
 nd Vater genommen ?</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span
  style="font-size: 12pt; color: #000080;">Wie war es in dem Schicksalsjahr,
  besonders am 2. Februar ?</span></em></p><p style="text-align: center;"><e
 m><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Halb Hornau brannte lichte
 rloh, alle überlebten und waren froh.</span></em></p><p style="text-align: 
 center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Vordergass 
 legt ´Trauer an, wenn man den Weg zum Friedhof nahm.</span></em></p><p styl
 e="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">
 Denn schwarz zeigt sich der Trauerzug, wenn Tote man zu Grabe trug.</span><
 /em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; co
 lor: #000080;">Die Toten liegen hier vereint, unvergessen und beweint.</spa
 n></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt;
  color: #000080;">Schon zu Lebzeiten wussten sie das : wir liegen nah ´der 
 Vordergass.</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="
 font-size: 12pt; color: #000080;">Zog die Kerb dann in das Land, war man au
 ßer Rand und Band.</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span 
 style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Fröhlichkeit steckt ´alle an ,
  ob Bub, ob Mädchen, ob Frau oder Mann.</span></em></p><p style="text-align
 : center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Es wurd ´geta
 nzt, gefeiert, gesungen, schön sind die Erinnerungen</span></em></p><p styl
 e="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">
 Das Schubkarrenrennen voller Schwung begeistert die Bevölkerung.</span></em
 ></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color
 : #000080;">Der Vordergasse schönster Tag war immer der Fronleichnamstag</s
 pan></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12p
 t; color: #000080;">Alle machten sich Gedanken, wie man dem lieben Gott kan
 n danken.</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="fo
 nt-size: 12pt; color: #000080;">Vier Altäre gab ´s zu schmücken, Kinder gin
 gen Blumen pflücken</span></em></p><p style="text-align: center;"><em><span
  style="font-size: 12pt; color: #000080;">Frische Kränz ´ aus Zweigen der T
 annen, galt es über die Straße zu spannen.</span></em></p><p style="text-al
 ign: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Männer
  holten ziemlich fleißig, aus dem Walde Birkenreisig</span></em></p><p styl
 e="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">
 Bestreut wurd ´dann die ganze Gass ´mit frisch gemähtem grünen Gras</span><
 /em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; co
 lor: #000080;">Denn Dankbarkeit ist ein Gebet, das direkt nach oben geht</s
 pan></em></p><p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12p
 t; color: #000080;">Von Herzen kam der Lobgesang, der von hier zum Himmel d
 rang.</span></em></p><p style="text-align: center;">&nbsp;</p><p style="tex
 t-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Fotoausst
 ellung_1150Jahre_Hornau_HansGrimm_23.06.2024_4.jpg" alt="Fotoausstellung 11
 50Jahre Hornau HansGrimm 23.06.2024 4" width="649" height="303" /></p><p><e
 m><span style="font-size: 10pt;">Wohnhaus der Familie Simon, der das Hofgut
  auf der Adolfshöhe gehörte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde dort ein Kinderhei
 m untergebracht.</span></em></p><p style="text-align: center;"><img src="ht
 tps://www.museum-kelkheim.de/images/Fotoausstellung_1150Jahre_Hornau_HansGr
 imm_23.06.2024_5a.jpg" alt="Fotoausstellung 1150Jahre Hornau HansGrimm 23.0
 6.2024 5a" width="650" height="303" /></p><p><em><span style="font-size: 10
 pt;">Lebensmittelgeschäft Johann Herrmann, genannt „Bei der Klara Babett“</
 span></em></p><p style="text-align: center;"><img src="https://www.museum-k
 elkheim.de/images/Fotoausstellung_1150Jahre_Hornau_HansGrimm_23.06.2024_6.j
 pg" alt="Fotoausstellung 1150Jahre Hornau HansGrimm 23.06.2024 6" width="65
 0" height="303" /></p><p><em><span style="font-size: 10pt;">Zu sehen ist de
 r Hornauer Hartmut Wittekind bei der Renovierung der Alten Kirche. Er rette
 te die Kirche vor dem totalen Verfall/Abriss. In dieser Kirche war Hans Gri
 mm über viele Jahre mit seinen Kameraden Ministrant.</span></em></p><p styl
 e="text-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Fot
 oausstellung_1150Jahre_Hornau_HansGrimm_23.06.2024_7.jpg" alt="Fotoausstell
 ung 1150Jahre Hornau HansGrimm 23.06.2024 7" width="650" height="303" /></p
 ><p><em><span style="font-size: 10pt;">Johann Herrmann und Klara Babett hin
 ter der Verkaufstheke ihres Lebensmittelladens.</span></em></p><p style="te
 xt-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Fotoauss
 tellung_1150Jahre_Hornau_HansGrimm_23.06.2024_8.jpg" alt="Fotoausstellung 1
 150Jahre Hornau HansGrimm 23.06.2024 8" width="650" height="303" /></p><p><
 em><span style="font-size: 10pt;">Einzug der katholischen Jugend mit ihren 
 Bannern im Rahmen der Einweihung der St. Martinskirche. Dies war die großar
 tigste Gemeinschaftsleistung der Pfarrgemeinde.</span></em></p><p style="te
 xt-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Fotoauss
 tellung_1150Jahre_Hornau_HansGrimm_23.06.2024_11.jpg" alt="Fotoausstellung 
 1150Jahre Hornau HansGrimm 23.06.2024 11" width="650" height="319" /></p><p
 ><em><span style="font-size: 10pt;">Klapperbuben in der Vordergass (um 1920
 ) vor dem Haus Leuschner, genannt "Das Hannache" oder "Leuschner Greta". Da
 s Hannache hat jahrelang Beerdigungskränze gewunden.</span></em></p><p><spa
 n style="font-size: 10pt;">Die folgenden Verse handeln von den Klapperbuben
 , eine jahrzehntelange Tradition, bei der die Buben (bis zum Schulabschluss
 ) von Gründonnerstag, 12:00 Uhr bis Karsamstag, 06:00 Uhr durch Hornaus Gas
 sen zogen.</span></p><dl><dt style="text-align: center;"><em><strong><span 
 style="font-size: 14pt; color: #000080;">K L A P P E R B U B E N</span></st
 rong></em></dt><dd></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="fo
 nt-size: 12pt; color: #000080;">Die Fastenzeit, die nahm kein Ende, sie war
  halt einfach viel zu lang.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"
 ><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Alles wurde ruhig und r
 uhiger, am Schluss fehlte der Glocken Klang.</span></em></dd><dd style="tex
 t-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Le
 ute gingen mehr zur Kirche, dem Pfarrer waren sie ganz Ohr.</span></em></dd
 ><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #
 000080;">„ O Haupt voll Blut und Wunden...“ erklang der Frommen Chor</span>
 </em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt;
  color: #000080;">Fast – und Abstinenzgebote, wir spürten diese Lasten.</sp
 an></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12
 pt; color: #000080;">Den Buben fiel ´s besonders schwer, das wochenlange Fa
 sten.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font
 -size: 12pt; color: #000080;">Die Essrationen wurden kleiner, freitags auf 
 dem Tisch kein Fleisch.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em
 ><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Stattdessen gab ´s, was nic
 ht mal schlecht war, Fisch bei Arm und Reich</span></em></dd><dd style="tex
 t-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Dagege
 n war gar nichts zu machen, da half auch wirklich kein Tumult.</span></em><
 /dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color
 : #000080;">Wir wussten ja, das wird sich ändern und übten uns in der Gedul
 d.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-si
 ze: 12pt; color: #000080;">Das war das „ Klappern „, ohne Frage, das Haupte
 reignis für drei Tage.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em>
 <span style="font-size: 12pt; color: #000080;">12:00 Uhr Gründonnerstag fin
 g ´s an und dauert bis Karsamstag dann.</span></em></dd><dd style="text-ali
 gn: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Glocken
  waren ausgefallen, ihre Seelen war ´n in Rom.</span></em></dd><dd style="t
 ext-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">So s
 prach der Volksmund allenthalben, das wussten wir als Kinder schon.</span><
 /em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; 
 color: #000080;">Klappern war ein Ehrenjob, fast alle Buben machten mit.</s
 pan></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 1
 2pt; color: #000080;">Man musste es nur richtig können, was nötig war, war 
 ´n Takt und Schritt.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><s
 pan style="font-size: 12pt; color: #000080;">Der strenge Klappervatter, prü
 ft ´alle Kandidaten, soweit sie darum baten.</span></em></dd><dd style="tex
 t-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">War al
 les klar, gab ´s kein Problem, sie konnten mit der Gruppe geh ´n.</span></e
 m></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; co
 lor: #000080;">Sechs mal klappern hieß es dann, das war unser Vollprogramm.
 </span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size
 : 12pt; color: #000080;">Eifrig war ´n wir bei den Proben, unser Fleiß war 
 hoch zu loben.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span st
 yle="font-size: 12pt; color: #000080;">Entsprechend zu der Tageszeit ,ertön
 te unser Sprechgesang.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em>
 <span style="font-size: 12pt; color: #000080;">„ Es ist zwölf Uhr „ hieß es
  mittags und ersetzt der Glocken Klang</span></em></dd><dd style="text-alig
 n: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">„ Ave Maria 
 „ erschallt ´s am Abend durch den ganzen Ort.</span></em></dd><dd style="te
 xt-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">„ Ihr
  Schläfer wachet aus der Ruh „ setzt ´s sich frühmorgens fort.</span></em><
 /dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color
 : #000080;">Start war die Gemarkungsgrenze, die unsren Ort von Kelkheim tre
 nnt.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-
 size: 12pt; color: #000080;">Peinlich wurde ´drauf geachtet, dass keiner de
 n Termin verpennt.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><spa
 n style="font-size: 12pt; color: #000080;">Tür und Fenster gingen auf, wenn
  durch den Ort wir zogen.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><
 em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Leute standen an der 
 Strasse, wenn wir um die Ecke bogen.</span></em></dd><dd style="text-align:
  center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Bewundernd war
 en ihre Blicke, das machte uns gewaltig stolz.</span></em></dd><dd style="t
 ext-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Und 
 das Klappern wurde lauter, wenn wir schlugen Holz auf Holz.</span></em></dd
 ><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #
 000080;">Früh am Karfreitag und Karsamstag, alles lag in tiefer Ruh,</span>
 </em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt;
  color: #000080;">schlichen wir ganz leis ´und heimlich unsrem Klappertreff
 punkt zu.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="
 font-size: 12pt; color: #000080;">Zuerst berieten wir den Plan, wie ´s Andr
 e schon vor uns getan.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em>
 <span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Schlag fünf Uhr morgens war 
 der Start, für Langschläfer bestimmt sehr hart</span></em></dd><dd style="t
 ext-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Wir 
 sangen laut, klapperten kräftig, der Schrecken für sie war schon heftig.</s
 pan></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 1
 2pt; color: #000080;">Andre guckten aus den Fenstern, verglichen uns mit Sc
 hreckgespenstern.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span
  style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Höhepunkte, das war der Spaß,
  war ´n Leute in der Vordergass.</span></em></dd><dd style="text-align: cen
 ter;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Das war halt lange
  Tradition, das wussten die Betroffnen schon.</span></em></dd><dd style="te
 xt-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Zwei 
 , drei Adressen war ´n im Focus, mit denen machten wir den Jokus</span></em
 ></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; col
 or: #000080;">Ein fromm ´Vergnügen war das nicht, trotzdem war ´n wir drauf
  erpicht.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="
 font-size: 12pt; color: #000080;">Ahnend was passieren könnte, hat uns vorh
 er schon bewegt,</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span 
 style="font-size: 12pt; color: #000080;">deswegen unsre Schar sich außer Re
 ichweite bewegt.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span 
 style="font-size: 12pt; color: #000080;">Der Straße andre Seite, war ein si
 chrer Platz,</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span styl
 e="font-size: 12pt; color: #000080;">hier konnt ´uns das nicht treffen, was
  folgt auf den Rabatz</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><
 span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Bevor wir nun ein Haus erreic
 hten, unsre Taktik war ganz klar</span></em></dd><dd style="text-align: cen
 ter;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">änderten wir die H
 andlungsweise, denn störend war, was dann geschah.</span></em></dd><dd styl
 e="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">
 Wir klapperten und sangen leiser, die Spannung hatte uns erfasst,</span></e
 m></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; co
 lor: #000080;">was auf Kommando „ drei „ erfolgte, war, was jeder Schläfer 
 hasst.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="fon
 t-size: 12pt; color: #000080;">Laute Tritte, Ratschenlärm, lautes Klappern 
 noch dazu</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="
 font-size: 12pt; color: #000080;">und unser provozierend Singen „ Ihr Schlä
 fer wachet aus der Ruh „</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><e
 m><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Fensterläden flogen auf, d
 ie Gesichter zeigten Ärger,</span></em></dd><dd style="text-align: center;"
 ><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">wir hatten unser Ziel e
 rreicht, unser Gejohle wurde stärker.</span></em></dd><dd style="text-align
 : center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Doch Vorsicht
  war nun jetzt geboten, die Rache folgte auf dem Fuß,</span></em></dd><dd s
 tyle="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080
 ;">des Nachttopfs Inhalt, der nun kam, war wirklich kein Genuss.</span></em
 ></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; col
 or: #000080;">Denn trotz des Abstands, den wir hatten, bestand doch die Gef
 ahr,</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-
 size: 12pt; color: #000080;">dass einer noch getroffen ward aus unsrer Bube
 n Schar.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="f
 ont-size: 12pt; color: #000080;">Schützend stieben wir auseinander, formier
 ten uns aber wieder schnell,</span></em></dd><dd style="text-align: center;
 "><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">wir hörten der Leute l
 autes Geschimpfe und der Hunde Gebell.</span></em></dd><dd style="text-alig
 n: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Der erste St
 reich war uns gelungen, dieser Sieg war unser</span></em></dd><dd style="te
 xt-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Am St
 einern Kreuz nach der Hohl, sprachen wir das „ Vater unser „</span></em></d
 d><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: 
 #000080;">Karsamstag war der Höhepunkt der klappernden Saison.</span></em><
 /dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color
 : #000080;">Bedacht wurde ein andres Haus, das wussten alle schon.</span></
 em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; c
 olor: #000080;">„ Zum letzten Mal für diese Jahr „ so sangen wir im Chor.</
 span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 
 12pt; color: #000080;">Noch viele von uns haben ihn, zurückdenkend im Ohr.<
 /span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size:
  12pt; color: #000080;">Wir gingen noch ´mal ´zu dem Kreuz, unser Einsatz w
 ar zu Ende</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style=
 "font-size: 12pt; color: #000080;">wir hatten es wieder geschafft und formt
 en zum Gebet die Hände</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em>
 <span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Ostern steht nun vor der Tür
 , zu End ´die Fastenzeit</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><e
 m><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Wir mussten zu dem Kloster
  noch, das war nicht allzu weit.</span></em></dd><dd style="text-align: cen
 ter;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Der Kirchweg führt
 e uns dort hin, die Ufer voll mit Hecken,</span></em></dd><dd style="text-a
 lign: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">für uns e
 ine Herausford ´rung, sie alle anzustecken.</span></em></dd><dd style="text
 -align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Lichter
 loh die Hecken brannten, unser Osterfeuer,</span></em></dd><dd style="text-
 align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">für viel
 e, die ´s von weitem sahen, sicher nicht geheuer.</span></em></dd><dd style
 ="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">A
 m Kloster angekommen, war Johrn voll in Aktion,</span></em></dd><dd style="
 text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">das
  richt ´ge Osterfeuer brannte für alle schon.</span></em></dd><dd style="te
 xt-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Danac
 h begann die Feier, viele Stunden lang</span></em></dd><dd style="text-alig
 n: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">„ Das Grab i
 st leer der Held erwacht „ dann die Gemeinde sang.</span></em></dd><dd styl
 e="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">
 Nur einmal fiel das Klappern aus und das ist leicht erklärlich</span></em><
 /dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color
 : #000080;">Ratschen, Klappern, Sprechgesang war einfach zu gefährlich.</sp
 an></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12
 pt; color: #000080;">Wie Schüsse aus Gewehren hört sich das Klappern an,</s
 pan></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 1
 2pt; color: #000080;">dass dies Gefahr bedeutet, da ist schon etwas dran</s
 pan></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 1
 2pt; color: #000080;">Wir hatten uns schon aufgestellt und war ´n bereit zu
  starten,</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="
 font-size: 12pt; color: #000080;">kam meine Patin her des Wegs und sagt, wi
 r sollen warten.</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span 
 style="font-size: 12pt; color: #000080;">Von Kelkheim eilte sie herbei, erz
 ählt was sie gesehen,</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><
 span style="font-size: 12pt; color: #000080;">die Amis waren einmarschiert,
  ein erwartetes Geschehen.</span></em></dd><dd style="text-align: center;">
 <em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Gründonnerstag, März 45,
  das war die große Wende,</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><
 em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">für uns war jetzt nun all
 es klar, der Krieg ist hier zu Ende.</span></em></dd><dd style="text-align:
  center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Die Verwirrung
  war nun groß, was wird die Zukunft bringen.</span></em></dd><dd style="tex
 t-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #000080;">Das Kl
 appern wurd ´zur Nebensach, und auch das laute Singen.</span></em></dd><dd 
 style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; color: #00008
 0;">Doch ein Jahr später kaum zu glauben, kam der Erinnerung Lohn,</span></
 em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12pt; c
 olor: #000080;">wir klapperten und sangen froh, in ungebroch ´ner Tradition
 .</span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-siz
 e: 12pt; color: #000080;">Die Erfahrung jener Tage aus unsrer Kinderzeit,</
 span></em></dd><dd style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 
 12pt; color: #000080;">kommen zu uns als liebe Grüße der Vergangenheit.</sp
 an></em></dd></dl><p><span style="font-size: 10pt;">Text: Hans Grimm</span>
 </p><p><span style="font-size: 10pt;">Fotos: Jürgen Moog</span></p>
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