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SUMMARY:Kelkheimer Beitrag zu den Tagen der Industriekultur 2017 (Artikel von Marianne Bopp)
DESCRIPTION:<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14pt;">Vom S
 tamm zum Schrank und zum Sonnengesang</span></strong></p><p style="text-ali
 gn: center;"><span style="font-size: 12pt;">von uns mit Museumspädagogin Ma
 rianne Bopp</span></p><p>Auch in diesem Jahr hat sich unser Museum wieder a
 n den <strong><em>Tagen der Industriekultur Rhein-Main</em></strong> beteil
 igt. Dieses Mal hieß das Fokusthema <strong><em>Material</em></strong>. Da 
 gab es für das <strong><em>Museum für Möbelhandwerk</em></strong> in der <s
 trong><em>Möbelstadt Kelkheim</em></strong> nur eine Wahl: <em><strong>Holz
 </strong>!</em></p><p>Für den Weg vom Stamm zum Endprodukt interessierten s
 ich zwei etwa gleichgroße Gruppen. Am 10.08. begann die Führung mit einer B
 egrüßung durch Andrea Hillebrecht-Schulte, am 11.08. durch Jürgen Moog, bei
 de im Vorstand des Museumsvereins.</p><p>Marianne Bopp erläuterte in der Mu
 seumsetage, wie Kelkheim zur <em>Stadt der Möbel</em> mit mehr als 300 Schr
 einereien wurde: Die bäuerliche Bevölkerung der heutigen Stadtteile fand im
  Schreinerhandwerk den nötigen Nebenerwerb.</p><p>Erst wurden Stämme aus de
 m Taunus verarbeitet. Dafür entstanden Sägewerke.</p><p><span style="font-s
 ize: 10pt;"><img src="images/DSC_4318.JPG" alt="DSC 4318" /></span></p><p>U
 nter den Möbeln aus 100 Jahren Schreinerei-Geschichte beeindruckten das Ver
 tiko, an dem verschiedene Maserungen des heimischen Nussbaums zu sehen sind
 , und der Frankfurter Schrank, unser Möbel des Jahres 2017.</p><p><img src=
 "images/DSC_4344.JPG" alt="DSC 4344" /></p><p>Die Fertigkeiten der Schreine
 r wuchsen. Einige Schreinereien entwickelten sich zu Möbelfabriken, ein Gru
 nd, dass Kelkheim zur <em>Route der Industriekultur</em> gehört. Beispiele 
 zeigt das <em>Digitale Bildarchiv</em>.</p><p>Natürlich durfte der Hinweis 
 auf berühmte Kunden wie Haile Selassie, Kaiser von Äthiopien, und Brad Pitt
  nicht fehlen.</p><p><img src="images/DSC_4345.JPG" alt="DSC 4345" /></p><p
 >Als Abschluss im Museum lief der Film zur Dampfmaschine des Sägewerks Dieh
 l, eine gute Einstimmung auf den Besuch vor Ort.</p><p><img src="images/DSC
 _4349.JPG" alt="DSC 4349" /></p><p>Dann ging es in den Regen hinaus.</p><p>
 Erste Station Mittelweg. Hier liefen die Werksbahn-Gleise, über die die mäc
 htigen Stämme aus aller Welt die letzten Meter zum Sägewerk Dichmann zurück
 legten. Werk wie Gleise sind längst Vergangenheit. Der Name der Wilhelm-Dic
 hmann-Straße und die holzähnliche Verkleidung der Häuser auf dem ehemaligen
  Werksgelände erinnern noch daran.</p><p><img src="images/DSC_4350.JPG" alt
 ="DSC 4350" /></p><p>Auf der Hauptstraße passierten die Gruppen denkmalgesc
 hützte Häuser, darunter viele ehemalige Schreinereien.</p><p><img src="imag
 es/DSC_4358.JPG" alt="DSC 4358" /></p><p>Über den Liederbach, der das Wasse
 r für den großen Kessel lieferte, ging es zur Dampfmaschine der Brüder Hors
 t und Friedel Diehl. Schon der Geruch des Raumes, in dem dieses 145 Jahre a
 lte Denkmal der Industriegeschichte steht, ist etwas Besonderes. Aus einer 
 anderen Zeit herübergerettet, steht das letzte Exemplar der Gebr. Schmaltz 
 aus Offenbach da, als könne es gleich wieder loslegen, die drei Sägegatter 
 anzutreiben und den Kelkheimer Schreinern Brett um Brett zu liefern.</p><p>
 <img src="images/DSC_4364.JPG" alt="DSC 4364" /></p><p>Unser Dank geht an F
 rau Diehl, die den Zugang am ersten Tag spontan ermöglichte, und an ihren S
 chwager, Friedel Diehl, der am zweiten Tag Wissen aus erster&nbsp;Hand weit
 ergab.</p><p><img src="images/DSC_4371.JPG" alt="DSC 4371" /></p><p>Herzlic
 hen Dank auch an Christian Simon und Miro Sinovcic, die neuen Inhaber der S
 chreinerei Paul Müller Söhne. Sie führten durch ihre Werkstatt, zeigten den
  Weg vom Brett zum Endprodukt und beantworteten kompetent die Fragen zur Pr
 axis. Gern nahmen die Besucher das Angebot an, sich beim Hobeln zu versuche
 n.</p><p><img src="images/DSC_4379.JPG" alt="DSC 4379" /></p><p>Die letzte 
 Station, das Relief zum Sonnengesang des Heiligen Franziskus, war dann schn
 ell erreicht.</p><p><img src="images/DSC_4389.JPG" alt="DSC 4389" /></p><p>
 Der Hornauer Holzbildhauermeister Johannes Norbert Klarmann hat es für das 
 Pfarrzentrum St. Franziskus entworfen. Er ist ein Enkel des Albert Eckart, 
 den Teilnehmern schon als Inhaber der Möbelfabrik Albecka bekannt.</p><p>De
 r Museumsverein hofft weiter, demnächst in das ehemalige Pfarrzentrum umzie
 hen zu können. Der Sonnengesang wäre dann wieder für jedermann zugänglich.<
 /p><p>Text: Marianne Bopp; Fotos Jürgen Moog</p>
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14pt;">Vom S
 tamm zum Schrank und zum Sonnengesang</span></strong></p><p style="text-ali
 gn: center;"><span style="font-size: 12pt;">von uns mit Museumspädagogin Ma
 rianne Bopp</span></p><p>Auch in diesem Jahr hat sich unser Museum wieder a
 n den <strong><em>Tagen der Industriekultur Rhein-Main</em></strong> beteil
 igt. Dieses Mal hieß das Fokusthema <strong><em>Material</em></strong>. Da 
 gab es für das <strong><em>Museum für Möbelhandwerk</em></strong> in der <s
 trong><em>Möbelstadt Kelkheim</em></strong> nur eine Wahl: <em><strong>Holz
 </strong>!</em></p><p>Für den Weg vom Stamm zum Endprodukt interessierten s
 ich zwei etwa gleichgroße Gruppen. Am 10.08. begann die Führung mit einer B
 egrüßung durch Andrea Hillebrecht-Schulte, am 11.08. durch Jürgen Moog, bei
 de im Vorstand des Museumsvereins.</p><p>Marianne Bopp erläuterte in der Mu
 seumsetage, wie Kelkheim zur <em>Stadt der Möbel</em> mit mehr als 300 Schr
 einereien wurde: Die bäuerliche Bevölkerung der heutigen Stadtteile fand im
  Schreinerhandwerk den nötigen Nebenerwerb.</p><p>Erst wurden Stämme aus de
 m Taunus verarbeitet. Dafür entstanden Sägewerke.</p><p><span style="font-s
 ize: 10pt;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_4318.JPG" a
 lt="DSC 4318" /></span></p><p>Unter den Möbeln aus 100 Jahren Schreinerei-G
 eschichte beeindruckten das Vertiko, an dem verschiedene Maserungen des hei
 mischen Nussbaums zu sehen sind, und der Frankfurter Schrank, unser Möbel d
 es Jahres 2017.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_4
 344.JPG" alt="DSC 4344" /></p><p>Die Fertigkeiten der Schreiner wuchsen. Ei
 nige Schreinereien entwickelten sich zu Möbelfabriken, ein Grund, dass Kelk
 heim zur <em>Route der Industriekultur</em> gehört. Beispiele zeigt das <em
 >Digitale Bildarchiv</em>.</p><p>Natürlich durfte der Hinweis auf berühmte 
 Kunden wie Haile Selassie, Kaiser von Äthiopien, und Brad Pitt nicht fehlen
 .</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_4345.JPG" alt="
 DSC 4345" /></p><p>Als Abschluss im Museum lief der Film zur Dampfmaschine 
 des Sägewerks Diehl, eine gute Einstimmung auf den Besuch vor Ort.</p><p><i
 mg src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_4349.JPG" alt="DSC 4349" 
 /></p><p>Dann ging es in den Regen hinaus.</p><p>Erste Station Mittelweg. H
 ier liefen die Werksbahn-Gleise, über die die mächtigen Stämme aus aller We
 lt die letzten Meter zum Sägewerk Dichmann zurücklegten. Werk wie Gleise si
 nd längst Vergangenheit. Der Name der Wilhelm-Dichmann-Straße und die holzä
 hnliche Verkleidung der Häuser auf dem ehemaligen Werksgelände erinnern noc
 h daran.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_4350.JPG
 " alt="DSC 4350" /></p><p>Auf der Hauptstraße passierten die Gruppen denkma
 lgeschützte Häuser, darunter viele ehemalige Schreinereien.</p><p><img src=
 "https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_4358.JPG" alt="DSC 4358" /></p><
 p>Über den Liederbach, der das Wasser für den großen Kessel lieferte, ging 
 es zur Dampfmaschine der Brüder Horst und Friedel Diehl. Schon der Geruch d
 es Raumes, in dem dieses 145 Jahre alte Denkmal der Industriegeschichte ste
 ht, ist etwas Besonderes. Aus einer anderen Zeit herübergerettet, steht das
  letzte Exemplar der Gebr. Schmaltz aus Offenbach da, als könne es gleich w
 ieder loslegen, die drei Sägegatter anzutreiben und den Kelkheimer Schreine
 rn Brett um Brett zu liefern.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.d
 e/images/DSC_4364.JPG" alt="DSC 4364" /></p><p>Unser Dank geht an Frau Dieh
 l, die den Zugang am ersten Tag spontan ermöglichte, und an ihren Schwager,
  Friedel Diehl, der am zweiten Tag Wissen aus erster&nbsp;Hand weitergab.</
 p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_4371.JPG" alt="DSC
  4371" /></p><p>Herzlichen Dank auch an Christian Simon und Miro Sinovcic, 
 die neuen Inhaber der Schreinerei Paul Müller Söhne. Sie führten durch ihre
  Werkstatt, zeigten den Weg vom Brett zum Endprodukt und beantworteten komp
 etent die Fragen zur Praxis. Gern nahmen die Besucher das Angebot an, sich 
 beim Hobeln zu versuchen.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/im
 ages/DSC_4379.JPG" alt="DSC 4379" /></p><p>Die letzte Station, das Relief z
 um Sonnengesang des Heiligen Franziskus, war dann schnell erreicht.</p><p><
 img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_4389.JPG" alt="DSC 4389"
  /></p><p>Der Hornauer Holzbildhauermeister Johannes Norbert Klarmann hat e
 s für das Pfarrzentrum St. Franziskus entworfen. Er ist ein Enkel des Alber
 t Eckart, den Teilnehmern schon als Inhaber der Möbelfabrik Albecka bekannt
 .</p><p>Der Museumsverein hofft weiter, demnächst in das ehemalige Pfarrzen
 trum umziehen zu können. Der Sonnengesang wäre dann wieder für jedermann zu
 gänglich.</p><p>Text: Marianne Bopp; Fotos Jürgen Moog</p>
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