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SUMMARY:Auf dem Gagernweg durch Alt-Hornau (Artikel von Julian Wirth)
LOCATION:Kelkheim-Hornau
DESCRIPTION:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 24pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Auf den Spuren von Kelkheims</strong></span></p><p style="text-a
 lign: center;"><span style="font-size: 24pt; color: #ff0000;"><strong>berüh
 mtester Familie</strong></span></p><p style="text-align: center;"><img src=
 "images/Führung_J.Wirth_u._T.Weigelt_zum_Staufen_14.05.2023_5.jpg" alt="Füh
 rung J.Wirth u. T.Weigelt zum Staufen 14.05.2023 5" width="650" height="366
 " /></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;"><stro
 ng><span style="color: #ff0000;">mit Autor Torsten Weigelt und Archivar Jul
 ian Wirth</span></strong></span></p><p style="text-align: center;"><span st
 yle="font-size: 14pt;"><strong><span style="color: #ff0000;">am 13. April 2
 025, 16:00 Uhr</span></strong></span></p><p style="text-align: center;"><st
 rong><span style="font-size: 12pt;">Ein historischer Rundgang auf dem Gager
 nweg zum Leben und Wirken der Familie von Gagern für die Deutsche Einheit u
 nd eine parlamentarische Verfassung.</span></strong></p><p><span style="fon
 t-size: 12pt;">Kelkheim erinnert sich an eine Familie, deren Name untrennba
 r mit den frühen Jahren der deutschen Demokratie verbunden ist: die <em>von
  Gagern</em>.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> </span></p><p><sp
 an style="font-size: 12pt;">Beim historischen Rundgang „Das Hornau der Gage
 rn – Eine Wiege der deutschen Demokratie?“ führten Torsten Weigelt (Autor u
 nd Journalist) und Julian Wirth M.A. (Stadtarchivar) durch das ehemalige Do
 rf Hornau – auf den Spuren einer Revolution, die scheiterte und doch Geschi
 chte schrieb.</span></p><p><img src="images/Gagernwegführung_mit_Julian_wir
 th_und_Torsten_Weigelt__13.04.2025_1.JPG" alt="Gagernwegführung mit Julian 
 wirth und Torsten Weigelt 13.04.2025 1" width="650" height="303" style="dis
 play: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" /></p><p><span style="
 font-size: 12pt;">„Die Gagern haben das politische Denken im Deutschland de
 s 19. Jahrhunderts entscheidend geprägt. Ihr Wirken verleiht Hornau eine un
 geahnte historische Tiefe“, erklärte Stadtarchivar Julian Wirth.</span><br 
 /><span style="font-size: 12pt;"> An mehreren Stationen wurde die Verbindun
 g zwischen lokaler Geschichte und großer Politik sichtbar gemacht.</span></
 p><p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Hofgut Hornau und die Martinski
 rche<br /> </strong>Wer die Gegenwart verstehen will, muss die Vergangenhei
 t kennen. Demokratie als Staats- und Regierungsform ist kein Selbstzweck. D
 iesen Punkt versuchte Wirth gleich zu Anfang des Spaziergangs deutlich zu m
 achen, indem er auf die ungarischen und amerikanischen Präsidenten verwies 
 – Männer, die demokratische Spielregeln verachten.</span><br /><span style=
 "font-size: 12pt;"> Auch 1848 herrschte eine Verachtung gegenüber Freiheits
 rechten und Rechtsstaat. „Ein Umstand, den die Gagern verändern wollten“, s
 o Wirth. Schon vor über 175 Jahren sei für etwas gekämpft worden, was auch 
 heute wieder in Gefahr ist.</span></p><p style="text-align: center;"><img s
 rc="images/Gagernwegführung_mit_Julian_wirth_und_Torsten_Weigelt__13.04.202
 5_2.jpg" alt="Gagernwegführung mit Julian wirth und Torsten Weigelt 13.04.2
 025 2" width="650" height="215" /></p><p><span style="font-size: 12pt;">Dab
 ei taten sich vor allem die Brüder Heinrich und Max von Gagern hervor, die 
 beide als Abgeordnete in die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulski
 rche einzogen, das erste frei gewählte gesamtdeutsche Parlament überhaupt, 
 wie Torsten Weigelt erläuterte. Beide setzten sich darin für eine freiheitl
 iche Verfassung und einen einheitlichen Staat ein.&nbsp;</span></p><p><span
  style="font-size: 12pt;"><strong>Bei Hornaus alter Waage<br /> </strong>Da
 ss ausgerechnet von Hornau Impulse politischer Natur ausgingen, erkläre sic
 h aus dem Umstand, dass Hans von Gagern, Vater der „politischen Brüder“ von
  1848, sich hier seinen Sitz nahm, so Wirth. Das Hofgut sei auch der zentra
 le Wirtschaftsort Hornaus geworden. Es wurde hier nicht nur nebeneinander g
 elebt, sondern auch miteinander. </span></p><p style="text-align: center;">
 <img src="images/Gagernwegführung_mit_Julian_wirth_und_Torsten_Weigelt__13.
 04.2025_4.JPG" alt="Gagernwegführung mit Julian wirth und Torsten Weigelt 1
 3.04.2025 4" width="650" height="334" /></p><p><span style="font-size: 12pt
 ;">„Hornau ist ein Ort der Demokratiegeschichte“, erklärte Wirth. Hier sei 
 diskutiert worden, hier sprachen Aristokrat und Bauer miteinander.</span></
 p><p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Hornauer Straße mit Blick auf d
 en Staufen<br /> </strong>Der „Schwur“ könne aus einem Gemälde Caspar David
  Friedrichs stammen, so Wirth. Gemeint ist der Staufenschwur. Auf dem Berg 
 Staufen versprachen sich die Söhne Hans Christophs, all ihre Kraft der Einh
 eit und Freiheit Deutschlands aufzuopfern. Später sollten Friedrich, Heinri
 ch und Max genau das tun – ganz im Geiste der Romantik, einer Bewegung, die
  sich nicht nur in der Kunst, sondern eben auch in der Politik niederschlug
 .</span></p><p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Friedhof mit Gagerngr
 äbern<br /> </strong>Manche Revolutionen erscheinen im Nachgang erfolgreich
 . In der Zeit nach 1848 wurde die Revolution zuerst als gescheitert betrach
 tet – aus gutem Grund. Es gab keinen Einheitsstaat, keine Verfassung für al
 le deutschen Länder, nicht einmal ein nennenswertes Parlament. Das Reich so
 llte später durch „Blut und Eisen“ gegründet werden, wie Wirth betonte. Die
  Demokraten und Republikaner waren an der militärischen Macht der alten ade
 ligen Kräfte gescheitert.</span></p><p style="text-align: center;"><img src
 ="images/Gagernwegführung_mit_Julian_wirth_und_Torsten_Weigelt__13.04.2025_
 6.jpg" alt="Gagernwegführung mit Julian wirth und Torsten Weigelt 13.04.202
 5 6" width="650" height="303" /></p><p style="text-align: justify;"><span s
 tyle="font-size: 12pt;">„Es geht um mehr als Geschichte“, sagte Torsten Wei
 gelt. „Es geht um die Frage, wie politische Ideale entstehen – und was davo
 n bleibt. Die Gagern stehen sinnbildlich für den demokratischen Aufbruch in
  einer Zeit der Umbrüche.“</span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Der 
 Spaziergang bot einen ebenso informativen wie nachdenklichen Zugang zur reg
 ionalen Vergangenheit – und stellt Verbindungen her zu Fragen, die bis heut
 e aktuell sind.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Wir bedanken un
 s ausdrücklich bei den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern der F
 ührung.</span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Text: Julian Wirth</spa
 n></p><p><span style="font-size: 12pt;">Fotos: Wolfgang Pfankuch</span></p>
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 24pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Auf den Spuren von Kelkheims</strong></span></p><p style="text-a
 lign: center;"><span style="font-size: 24pt; color: #ff0000;"><strong>berüh
 mtester Familie</strong></span></p><p style="text-align: center;"><img src=
 "https://www.museum-kelkheim.de/images/Führung_J.Wirth_u._T.Weigelt_zum_Sta
 ufen_14.05.2023_5.jpg" alt="Führung J.Wirth u. T.Weigelt zum Staufen 14.05.
 2023 5" width="650" height="366" /></p><p style="text-align: center;"><span
  style="font-size: 18pt;"><strong><span style="color: #ff0000;">mit Autor T
 orsten Weigelt und Archivar Julian Wirth</span></strong></span></p><p style
 ="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt;"><strong><span style="
 color: #ff0000;">am 13. April 2025, 16:00 Uhr</span></strong></span></p><p 
 style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 12pt;">Ein hist
 orischer Rundgang auf dem Gagernweg zum Leben und Wirken der Familie von Ga
 gern für die Deutsche Einheit und eine parlamentarische Verfassung.</span><
 /strong></p><p><span style="font-size: 12pt;">Kelkheim erinnert sich an ein
 e Familie, deren Name untrennbar mit den frühen Jahren der deutschen Demokr
 atie verbunden ist: die <em>von Gagern</em>.</span><br /><span style="font-
 size: 12pt;"> </span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Beim historische
 n Rundgang „Das Hornau der Gagern – Eine Wiege der deutschen Demokratie?“ f
 ührten Torsten Weigelt (Autor und Journalist) und Julian Wirth M.A. (Stadta
 rchivar) durch das ehemalige Dorf Hornau – auf den Spuren einer Revolution,
  die scheiterte und doch Geschichte schrieb.</span></p><p><img src="https:/
 /www.museum-kelkheim.de/images/Gagernwegführung_mit_Julian_wirth_und_Torste
 n_Weigelt__13.04.2025_1.JPG" alt="Gagernwegführung mit Julian wirth und Tor
 sten Weigelt 13.04.2025 1" width="650" height="303" style="display: block; 
 margin-left: auto; margin-right: auto;" /></p><p><span style="font-size: 12
 pt;">„Die Gagern haben das politische Denken im Deutschland des 19. Jahrhun
 derts entscheidend geprägt. Ihr Wirken verleiht Hornau eine ungeahnte histo
 rische Tiefe“, erklärte Stadtarchivar Julian Wirth.</span><br /><span style
 ="font-size: 12pt;"> An mehreren Stationen wurde die Verbindung zwischen lo
 kaler Geschichte und großer Politik sichtbar gemacht.</span></p><p><span st
 yle="font-size: 12pt;"><strong>Hofgut Hornau und die Martinskirche<br /> </
 strong>Wer die Gegenwart verstehen will, muss die Vergangenheit kennen. Dem
 okratie als Staats- und Regierungsform ist kein Selbstzweck. Diesen Punkt v
 ersuchte Wirth gleich zu Anfang des Spaziergangs deutlich zu machen, indem 
 er auf die ungarischen und amerikanischen Präsidenten verwies – Männer, die
  demokratische Spielregeln verachten.</span><br /><span style="font-size: 1
 2pt;"> Auch 1848 herrschte eine Verachtung gegenüber Freiheitsrechten und R
 echtsstaat. „Ein Umstand, den die Gagern verändern wollten“, so Wirth. Scho
 n vor über 175 Jahren sei für etwas gekämpft worden, was auch heute wieder 
 in Gefahr ist.</span></p><p style="text-align: center;"><img src="https://w
 ww.museum-kelkheim.de/images/Gagernwegführung_mit_Julian_wirth_und_Torsten_
 Weigelt__13.04.2025_2.jpg" alt="Gagernwegführung mit Julian wirth und Torst
 en Weigelt 13.04.2025 2" width="650" height="215" /></p><p><span style="fon
 t-size: 12pt;">Dabei taten sich vor allem die Brüder Heinrich und Max von G
 agern hervor, die beide als Abgeordnete in die Nationalversammlung in der F
 rankfurter Paulskirche einzogen, das erste frei gewählte gesamtdeutsche Par
 lament überhaupt, wie Torsten Weigelt erläuterte. Beide setzten sich darin 
 für eine freiheitliche Verfassung und einen einheitlichen Staat ein.&nbsp;<
 /span></p><p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Bei Hornaus alter Waage
 <br /> </strong>Dass ausgerechnet von Hornau Impulse politischer Natur ausg
 ingen, erkläre sich aus dem Umstand, dass Hans von Gagern, Vater der „polit
 ischen Brüder“ von 1848, sich hier seinen Sitz nahm, so Wirth. Das Hofgut s
 ei auch der zentrale Wirtschaftsort Hornaus geworden. Es wurde hier nicht n
 ur nebeneinander gelebt, sondern auch miteinander. </span></p><p style="tex
 t-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Gagernweg
 führung_mit_Julian_wirth_und_Torsten_Weigelt__13.04.2025_4.JPG" alt="Gagern
 wegführung mit Julian wirth und Torsten Weigelt 13.04.2025 4" width="650" h
 eight="334" /></p><p><span style="font-size: 12pt;">„Hornau ist ein Ort der
  Demokratiegeschichte“, erklärte Wirth. Hier sei diskutiert worden, hier sp
 rachen Aristokrat und Bauer miteinander.</span></p><p><span style="font-siz
 e: 12pt;"><strong>Hornauer Straße mit Blick auf den Staufen<br /> </strong>
 Der „Schwur“ könne aus einem Gemälde Caspar David Friedrichs stammen, so Wi
 rth. Gemeint ist der Staufenschwur. Auf dem Berg Staufen versprachen sich d
 ie Söhne Hans Christophs, all ihre Kraft der Einheit und Freiheit Deutschla
 nds aufzuopfern. Später sollten Friedrich, Heinrich und Max genau das tun –
  ganz im Geiste der Romantik, einer Bewegung, die sich nicht nur in der Kun
 st, sondern eben auch in der Politik niederschlug.</span></p><p><span style
 ="font-size: 12pt;"><strong>Friedhof mit Gagerngräbern<br /> </strong>Manch
 e Revolutionen erscheinen im Nachgang erfolgreich. In der Zeit nach 1848 wu
 rde die Revolution zuerst als gescheitert betrachtet – aus gutem Grund. Es 
 gab keinen Einheitsstaat, keine Verfassung für alle deutschen Länder, nicht
  einmal ein nennenswertes Parlament. Das Reich sollte später durch „Blut un
 d Eisen“ gegründet werden, wie Wirth betonte. Die Demokraten und Republikan
 er waren an der militärischen Macht der alten adeligen Kräfte gescheitert.<
 /span></p><p style="text-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkh
 eim.de/images/Gagernwegführung_mit_Julian_wirth_und_Torsten_Weigelt__13.04.
 2025_6.jpg" alt="Gagernwegführung mit Julian wirth und Torsten Weigelt 13.0
 4.2025 6" width="650" height="303" /></p><p style="text-align: justify;"><s
 pan style="font-size: 12pt;">„Es geht um mehr als Geschichte“, sagte Torste
 n Weigelt. „Es geht um die Frage, wie politische Ideale entstehen – und was
  davon bleibt. Die Gagern stehen sinnbildlich für den demokratischen Aufbru
 ch in einer Zeit der Umbrüche.“</span></p><p><span style="font-size: 12pt;"
 >Der Spaziergang bot einen ebenso informativen wie nachdenklichen Zugang zu
 r regionalen Vergangenheit – und stellt Verbindungen her zu Fragen, die bis
  heute aktuell sind.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Wir bedank
 en uns ausdrücklich bei den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern 
 der Führung.</span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Text: Julian Wirth
 </span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Fotos: Wolfgang Pfankuch</span
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