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SUMMARY:Historische Führung durch Fischbach mit Stadtarchivar Julian Wirth (Artikel von Julian Wirth)
LOCATION:Kelkheim-Fischbach
DESCRIPTION: \nFISCHBACH – DAS GESCHENK\nDER TOCHTER KARLS DES GROSSEN\nSonntag, 7. Jun
 i 2026, 15.00 Uhr\nSchätzungsweise knapp 200 Gäste besuchten die Führung vo
 n Julian Wirth durch Fischbach. Das war sensationell viel und der Autor die
 ses Beitrags freut sich nach wie vor sehr darüber und bedankt sich besonder
 s dafür!\n\nJulian Wirth war jedenfalls überaus positiv überrascht, als er 
 um die Ecke der Fischbacher Dreifaltigkeitskirche ging und den Parkplatz vo
 ller Menschen erblickte.\nEs war die erste Stadtteilführung durch Fischbach
  für Julian Wirth, doch bildete sie zugleich den Abschluss seiner Stadtteil
 führungen. Damit hat der Historiker das halbe Dutzend voll: Kelkheim, Münst
 er, Hornau, Ruppertshain, Eppenhain und eben nun Fischbach.\nLogistisch war
  diese "Masse" an Geschichtsbegeisterten allerdings schwer zu managen; deme
 ntsprechend musste die Führung etwas verkürzt werden, vom ursprünglichen Pl
 an abgewichen werden. Auch das Sprechorgan von Wirth wurde sehr in Anspruch
  genommen.\n\nWirth begann, wie immer, mit den Anfängen: Prähistorie, Bandk
 eramiker, Hügelgräber, die ersten nachweisbaren Spuren von Menschen in unse
 rer Region. Schriftlich belegt ist Fischbach als "Fischebach" in einer Sche
 nkung an das Kloster Fulda aus der Zeit um 780 n. Chr. Niemand Geringeres a
 ls Ymmina verschenkt das Dorf. Frau Einhards, des Vertrauten und Biografen 
 Karls des Großen? Oder ist Ymmina vielleicht auch "Ymma", also eine Tochter
  Karls des Großen? Eindeutig belegbar ist es nicht, aber eben auch nicht ei
 ndeutig widerlegbar. Das macht sicherlich den Reiz aus.\n\nWirth und seine 
 Gäste betraten im Anschluss die Kirche. Das religiöse Leben in einer von Ke
 lkheims ältesten Pfarreien war nun Thema. Die 1781 erreichte Kirche wurde u
 nter anderem durch Fronleistungen ermöglicht und zählt zu den interessantes
 ten Kirchen unserer Region.\n\nInsbesondere die barocken Skulpturen aus dem
  18. Jahrhundert sind von beeindruckender Qualität.\n\nSeitenkapelle mit de
 m Roteldis-Stein von Gimbach (ein frühchristlicher Grabstein aus dem 7. Jah
 rhundert) dem Heiligen Dreifaltigkeitsbild und dem Glasgemälde des Heiligen
  Antonius\nAuch über das Hl. Dreifaltigkeitsbild, dem die Kirche seinen Nam
 en zu verdanken hat, sprach Wirth.\n\nDie Kirche wurde verlassen, es ging i
 n Richtung "Ententeich". Dass die Kelkheimer Möbelindustrie einen bis heute
  nachhallenden Ruhm hat, ist bekannt. Dass die Anfänge der Möbelindustrie a
 ber auch ihre Wurzeln in Fischbach hatten, ist weniger bekannt. Im Frühjahr
  1925 fand die erste Möbelmesse in Fischbach statt, also zur Zeit der Weima
 rer Republik. \n\nEine turbulente Zeit, die auch in Fischbach eine heute vö
 llig vergessene franz. Besatzung mit sich brachte.\n\n\nAls die "Hundertsch
 aften" Wirth zum Hanseklingerbrunnen begleiteten und dabei die Langstraße "
 lahmlegten", konnte es nur um eine Thematik gehen: Fischbachs Uznamen. Wohe
 r stammt er? \n\n"Der Hanseklinger - das unbekannte Wesen", so schrieb eins
 t Dietrich Kleipa, erster Archivar Kelkheims, humoristisch. Und recht hat e
 r.  Bis heute ranken sich Legenden um den Namen. Es wird spekuliert, diskut
 iert, ja polemisiert. Eine eindeutige Erklärung für den "Hanseklinger"? Fra
 gen Sie bei Gelegenheit mal eine Fischbacherin oder einen Fischbacher; verm
 utlich bekommen Sie eine Meinung, vielleicht sogar eine Erklärung.\n\nDen A
 bschluss der Führung bildete ein Besuch im Stadtarchiv. Es ist untergebrach
 t im Bürgerhaus Fischbach, dem ehemaligen Rathaus der Gemeinde.\n\nDas Publ
 ikum war sehr interessiert: Wie weit reichen die Bestände zeitlich zurück? 
 Welche Themen werden behandelt? Was ist noch an Quellen vorhanden, was ging
  verloren? Wie kann man selbst eine Recherche beginnen?\nZum Schluss meldet
 e sich noch ein junger Teilnehmer der Führung und fragte an, ob er ein Schü
 lerpraktikum im Archiv absolvieren könne. Selbstverständlich kann er das.\n
 Wirth bedankte sich bei seinen Gästen, die Führung war beendet.\nText: Juli
 an Wirth\nFotos: Jürgen Moog\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>&nbsp;</p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 24pt; c
 olor: #ff6000;"><strong>FISCHBACH – DAS GESCHENK</strong></span></p><p styl
 e="text-align: center;"><span style="font-size: 24pt; color: #ff6000;"><str
 ong>DER TOCHTER KARLS DES GROSSEN</strong></span></p><p style="text-align: 
 center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff6000;"><strong>Sonntag, 7.
  Juni 2026, 15.00 Uhr</strong></span></p><p><span style="font-size: 12pt;">
 Schätzungsweise knapp 200 Gäste besuchten die Führung von Julian Wirth durc
 h Fischbach. Das war sensationell viel und der Autor dieses Beitrags freut 
 sich nach wie vor sehr darüber und bedankt sich besonders dafür!</span></p>
 <p style="text-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/ima
 ges/Führung_durch_Fischbachs_Geschichte_mit_Julian_Wirth_07.06.2026_1.jpg" 
 alt="Führung durch Fischbachs Geschichte mit Julian Wirth 07.06.2026 1" /><
 /p><p><span style="font-size: 12pt;">Julian Wirth war jedenfalls überaus po
 sitiv überrascht, als er um die Ecke der Fischbacher Dreifaltigkeitskirche 
 ging und den Parkplatz voller Menschen erblickte.</span></p><p><span style=
 "font-size: 12pt;">Es war die erste Stadtteilführung durch Fischbach für Ju
 lian Wirth, doch bildete sie zugleich den Abschluss seiner Stadtteilführung
 en. Damit hat der Historiker das halbe Dutzend voll: Kelkheim, Münster, Hor
 nau, Ruppertshain, Eppenhain und eben nun Fischbach.</span></p><p><span sty
 le="font-size: 12pt;">Logistisch war diese "Masse" an Geschichtsbegeisterte
 n allerdings schwer zu managen; dementsprechend musste die Führung etwas ve
 rkürzt werden, vom ursprünglichen Plan abgewichen werden. Auch das Sprechor
 gan von Wirth wurde sehr in Anspruch genommen.</span></p><p style="text-ali
 gn: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Führung_durch_
 Fischbachs_Geschichte_mit_Julian_Wirth_07.06.2026_2.jpg" alt="Führung durch
  Fischbachs Geschichte mit Julian Wirth 07.06.2026 2" /></p><p><span style=
 "font-size: 12pt;">Wirth begann, wie immer, mit den Anfängen: Prähistorie, 
 Bandkeramiker, Hügelgräber, die ersten nachweisbaren Spuren von Menschen in
  unserer Region. Schriftlich belegt ist Fischbach als "Fischebach" in einer
  Schenkung an das Kloster Fulda aus der Zeit um 780 n. Chr. Niemand Geringe
 res als Ymmina verschenkt das Dorf. Frau Einhards, des Vertrauten und Biogr
 afen Karls des Großen? Oder ist Ymmina vielleicht auch "Ymma", also eine To
 chter Karls des Großen? Eindeutig belegbar ist es nicht, aber eben auch nic
 ht eindeutig widerlegbar. Das macht sicherlich den Reiz aus.</span></p><p s
 tyle="text-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/
 Führung_durch_Fischbachs_Geschichte_mit_Julian_Wirth_07.06.2026_3.jpg" alt=
 "Führung durch Fischbachs Geschichte mit Julian Wirth 07.06.2026 3" /></p><
 p><span style="font-size: 12pt;">Wirth und seine Gäste betraten im Anschlus
 s die Kirche. Das religiöse Leben in einer von Kelkheims ältesten Pfarreien
  war nun Thema. Die 1781 erreichte Kirche wurde unter anderem durch Fronlei
 stungen ermöglicht und zählt zu den interessantesten Kirchen unserer Region
 .</span></p><p style="text-align: center;"><img src="https://www.museum-kel
 kheim.de/images/Führung_durch_Fischbachs_Geschichte_mit_Julian_Wirth_07.06.
 2026_4.jpg" alt="Führung durch Fischbachs Geschichte mit Julian Wirth 07.06
 .2026 4" /></p><p><span style="font-size: 12pt;">Insbesondere die barocken 
 Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert sind von beeindruckender Qualität.</span
 ></p><p style="text-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.d
 e/images/Führung_durch_Fischbachs_Geschichte_mit_Julian_Wirth_07.06.2026_5.
 jpg" alt="Führung durch Fischbachs Geschichte mit Julian Wirth 07.06.2026 5
 " /></p><p><em><span style="font-size: 10pt;">Seitenkapelle mit dem Roteldi
 s-Stein von Gimbach (ein frühchristlicher Grabstein aus dem 7. Jahrhundert)
  dem Heiligen Dreifaltigkeitsbild und dem Glasgemälde des Heiligen Antonius
 </span></em></p><p><span style="font-size: 12pt;">Auch über das Hl. Dreifal
 tigkeitsbild, dem die Kirche seinen Namen zu verdanken hat, sprach Wirth.</
 span></p><p style="text-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkhe
 im.de/images/Führung_durch_Fischbachs_Geschichte_mit_Julian_Wirth_07.06.202
 6_6.jpg" alt="Führung durch Fischbachs Geschichte mit Julian Wirth 07.06.20
 26 6" /></p><p><span style="font-size: 12pt;">Die Kirche wurde verlassen, e
 s ging in Richtung "Ententeich". Dass die Kelkheimer Möbelindustrie einen b
 is heute nachhallenden Ruhm hat, ist bekannt. Dass die Anfänge der Möbelind
 ustrie aber auch ihre Wurzeln in Fischbach hatten, ist weniger bekannt. Im 
 Frühjahr 1925 fand die erste Möbelmesse in Fischbach statt, also zur Zeit d
 er Weimarer Republik. </span></p><p style="text-align: center;"><img src="h
 ttps://www.museum-kelkheim.de/images/Führung_durch_Fischbachs_Geschichte_mi
 t_Julian_Wirth_07.06.2026_7.jpg" alt="Führung durch Fischbachs Geschichte m
 it Julian Wirth 07.06.2026 7" /></p><p><span style="font-size: 12pt;">Eine 
 turbulente Zeit, die auch in Fischbach eine heute völlig vergessene franz. 
 Besatzung mit sich brachte.</span></p><p style="text-align: center;"><img s
 rc="https://www.museum-kelkheim.de/images/Führung_durch_Fischbachs_Geschich
 te_mit_Julian_Wirth_07.06.2026_8.jpg" alt="Führung durch Fischbachs Geschic
 hte mit Julian Wirth 07.06.2026 8" /></p><p style="text-align: center;"><im
 g src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Führung_durch_Fischbachs_Gesch
 ichte_mit_Julian_Wirth_07.06.2026_9.jpg" alt="Führung durch Fischbachs Gesc
 hichte mit Julian Wirth 07.06.2026 9" /></p><p><span style="font-size: 12pt
 ;">Als die "Hundertschaften" Wirth zum Hanseklingerbrunnen begleiteten und 
 dabei die Langstraße "lahmlegten", konnte es nur um eine Thematik gehen: Fi
 schbachs Uznamen. Woher stammt er? </span></p><p style="text-align: center;
 "><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Führung_durch_Fischbachs_
 Geschichte_mit_Julian_Wirth_07.06.2026_10.jpg" alt="Führung durch Fischbach
 s Geschichte mit Julian Wirth 07.06.2026 10" /></p><p><span style="font-siz
 e: 12pt;">"Der Hanseklinger - das unbekannte Wesen", so schrieb einst Dietr
 ich Kleipa, erster Archivar Kelkheims, humoristisch. Und recht hat er.&nbsp
 ; Bis heute ranken sich Legenden um den Namen. Es wird spekuliert, diskutie
 rt, ja polemisiert. Eine eindeutige Erklärung für den "Hanseklinger"? Frage
 n Sie bei Gelegenheit mal eine Fischbacherin oder einen Fischbacher; vermut
 lich bekommen Sie eine Meinung, vielleicht sogar eine Erklärung.</span></p>
 <p style="text-align: center;"><img src="https://www.museum-kelkheim.de/ima
 ges/Führung_durch_Fischbachs_Geschichte_mit_Julian_Wirth_07.06.2026_11.jpg"
  alt="Führung durch Fischbachs Geschichte mit Julian Wirth 07.06.2026 11" /
 ></p><p><span style="font-size: 12pt;">Den Abschluss der Führung bildete ei
 n Besuch im Stadtarchiv. Es ist untergebracht im Bürgerhaus Fischbach, dem 
 ehemaligen Rathaus der Gemeinde.</span></p><p style="text-align: center;"><
 img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Führung_durch_Fischbachs_Ges
 chichte_mit_Julian_Wirth_07.06.2026_12.jpg" alt="Führung durch Fischbachs G
 eschichte mit Julian Wirth 07.06.2026 12" /></p><p><span style="font-size: 
 12pt;">Das Publikum war sehr interessiert: Wie weit reichen die Bestände ze
 itlich zurück? Welche Themen werden behandelt? Was ist noch an Quellen vorh
 anden, was ging verloren? Wie kann man selbst eine Recherche beginnen?</spa
 n></p><p><span style="font-size: 12pt;">Zum Schluss meldete sich noch ein j
 unger Teilnehmer der Führung und fragte an, ob er ein Schülerpraktikum im A
 rchiv absolvieren könne. Selbstverständlich kann er das.</span></p><p><span
  style="font-size: 12pt;">Wirth bedankte sich bei seinen Gästen, die Führun
 g war beendet.</span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Text: Julian Wir
 th</span></p><p><span style="font-size: 12pt;">Fotos: Jürgen Moog</span></p
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