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SUMMARY:Sonderführung zur Sonderausstellung Kuriositäten und Kostbarkeiten durch den Historiker Rüdiger Kraatz in Anwesenheit der Leihgeber (Artikel)
DESCRIPTION:\nDer Kurator der Sonderausstellung, Historiker Rüdiger Kraatz, begrüßte di
 e zahlreichen Besucher und stellte die sieben Leihgeber und Ihre Sammlungen
  vor. Anschließend standen die Leihgeber für nähere Erläuterungen ihrer Exp
 onate zur Verfügung.\n\n \nFossilienfinder mit Berufung\nKlaus Dieter Weiß 
 und seine Familie\nKlaus Weiß und seine Familie sind international und regi
 onal hoch geschätzte „Fossilienjäger“, die sich durch über Jahrzehnte gelei
 stete harte Arbeit ein großartiges Renommee erworben haben. \n\nSein Spürsi
 nn ist legendär: Vor einigen Wochen hat er wieder für eine Sensation gesorg
 t, als er die Versteinerung eines Flügels eines Vorfahren der Vögel aus dem
  Altmühltal mit nach Kelkheim brachte. Herr Kraatz zeigt ein Foto hiervon.\
 n\nSeit seiner frühen Kindheit hat sich der gelernte Maschinenschlosser für
  Fossilien begeistert.\n\nAls Autodidakt hat er mit seinen Erfolgen die Fac
 hwelt in Bewunderung versetzt und viele Ehrungen, z.B. das Bundesverdienstk
 reuz, erhalten. Ein kleiner Teil seiner Funde wird in seinem Museum in Fisc
 hbach gezeigt werden. Alle anderen stellt er kostenlos Museen und Universit
 ätsinstituten zur Verfügung.\nKlaus-Dieter Weiß ist Mitbegründer der Arbeit
 sgemeinschaft „Paläo-Geo“ (Gründung 2004). Sie hat sich zum Ziel gesetzt, d
 as Vermächtnis des Planeten Erde zu bewahren und die paläonto-logische Wiss
 enschaft zu unterstützen.\nDie herausragenden Leistungen von Klaus-Dieter W
 eiß und seiner Familie können nicht hoch genug gewürdigt werden.\n \nEin Hu
 sar aus Hornau oder Der Zauber der Zinnfiguren\nSammlung Hans Grimm\nHans G
 rimm ist ein begeisterter Sammler von Zinnfiguren und beschäftigt sich inte
 nsiv mit seiner Familiengeschichte. Zugleich ist er ein interessierter Bewu
 nderer der Familie von Gagern. Alle drei Interessensgebiete spiegeln sich i
 n der hier vorgestellten Ausstellung.\n\nAus seiner umfangreichen Sammlung 
 stammen die Zinnfiguren im Zentrum der Vitrine:\n\n - Vorne stehen fünf grö
 ßere Figuren, die verschiedene Husaren (Soldaten zu Pferd mit einer besonde
 ren Tradition) darstellen.\n - Dahinter sind zwei Linien des „Husaren-Regim
 ents König Humbert von Italien“ (1. Kurhessisches) aufgebaut. In diesem Reg
 iment hat der Großvater von Hans Grimm, Adam Löw, zur Zeit des Kaiserreiche
 s gedient.\n - Hinter den Husaren sind zwei Linien Infanterie postiert.\nDi
 e Fotos der Postkarten stammen aus der Kaiserzeit und spiegeln die Bedeutun
 g des Militärs in jener Epoche.\n\nDer Husar Adam Löw aus Hornau war von 18
 84 bis 1887 als Rekrut in Bockenheim stationiert. Nach seiner Dienstzeit wa
 r er Landwirt in Hornau.\nDie Großväter von Adam Löw waren beideSchultheiße
 n in Hornau. Es gibt Dokumente, auf denen ihre Unterschriften zusammen mit 
 der von Hans Christoph von Gagern zu finden sind.\n \nWerke des Holzbildhau
 ers Peter Konrad Enders\nSammlung Sigrid Stieler\nLeihgeberin dieser Sammlu
 ng ist Frau Sigrid Stieler. Sie ist die Enkelin von Peter Enders und lebt a
 ls gebürtige Frankfurterin seit 2016 in Fischbach. Damit wohnt sie jetzt in
  dem Ort, in dem ihr Großvater viele Jahre wirkte. In ihrer Kindheit hat si
 e den Großvater häufig in seiner Werkstatt besucht, was damals per Zug, Bus
  und zu Fuß eine ,,kleine Weltreise“ war.\n\nFrau Stieler hat sich zur Aufg
 abe gemacht, Leben und Werk des von ihr verehrten Großvaters in Erinnerung 
 zu behalten und zu bewahren. Einige der hier ausgestellten Holzkunstwerke b
 egleiten Frau Stieler als Gebrauchsgegenstände im Alltag.\n\nPeter Enders, 
 1888 in Steinfurt geboren, zog 1914 nach dem Studium an der Kunsthochschule
  in Frankfurt und praktischer Ausbildung mit seiner Frau Emma nach Fischbac
 h. Hier eröffnete er seine eigene Werkstatt.\nEr war ein Holzkünstler der ,
 ,alten Schule“.\nErst nachdem er eine Skizze und eventuell einen Gipsabdruc
 k gemacht hatte und das passende Holzstück ausgesucht hatte, wurde das gewü
 nschte Objekt aus einem Stück Holz herausgearbeitet und eventuell verziert.
  In seiner Werkstatt arbeitete er eng mit Schreinern aus Kelkheim und Umgeb
 ung zusammen.\nPeter Enders wird als nachdenklicher, menschlicher, politisc
 h interessierter und philosophischer Mensch beschrieben. 1968 kam er bei ei
 nem tragischen Unfall (er wurde von einem Motorrad erfasst, der Fahrer begi
 ng Fahrerflucht) ums Leben.\n \nAnsichtskarten von Kelkheim und seinen Stad
 tteilen\nSammlung Marianne Baumann\nFrau Marianne Baumann aus Kelkheim-Müns
 ter sammelt seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft. Die wichtigste Samm
 lung spiegelt die Liebe zu ihrer Heimatstadt: Ansichtspostkarten von Kelkhe
 im. Sie besitzt inzwischen über 1800 verschiedene Motive aus allen Stadttei
 len, die doppelten nicht mitgezählt.\n\nErwerben konnte sie diese auf versc
 hiedenen Postkartenbörsen, hier in der Nähe, z.B. in der Jahrhunderthalle. 
 Aber auch bis nach Stuttgart und München führte sie die Suche nach seltenen
  Exemplaren. Wenn es eben ging, war sie an den Wochenenden dafür unterwegs.
 \nVon Beginn an hat Frau Baumann das Museum Kelkheim mit Leihgaben aus ihre
 r Sammlung unterstützt. In der Dauerausstellung veranschaulichen die Motive
  Kelkheim, wie es früher war.\n\nDie hier ausgestellten Exemplare stammen a
 us den Anfangstagen der Postkarte. Damals sandte man von jedem Taunusausflu
 g bebilderte Grüße.\n\nWir sehen frühe Ansichten von Hornau. Sie regen an, 
 mit den Augen durch den Ort zu spazieren, der im 19. Jahrhundert die Heimat
  der Familie von Gagern war. Vieles hat sich verändert, manches ging verlor
 en. Hier kann man es wieder neu entdecken.\nDas Modell des Gagernschen Hofg
 uts in der Vitrine hilft, die Standorte der Motive aufzufinden. So werden d
 ie alten Zeiten wieder lebendig.\n \nSpieldosen - später  Ersatz für kindli
 ches Spielzeug\nSammlung Peter Rosenthal\nPeter Rosenthal hat seine Sammlun
 g von weit über hundert Spieldosen seit 1978 zusammengetragen. In seiner Ki
 ndheit konnten und wollten die Eltern kein Geld für Spielsachen aufwenden. 
 Deshalb wurde beim Besuch von Flohmärkten sein Interesse für Spielzeug alle
 r Art, besonders aber für Spieldosen, geweckt. Die umfangreiche Sammlung um
 fasst sowohl einfache Plastikobjekte als auch handwerklich aufwändige und s
 ehr hochwertige Exponate.\n\nMit Spieldose bezeichnet man ein mechanisches,
  selbstspielendes Instrument in Form einer Dose oder eines Kastens. Dieses 
 spielt, wenn es aufgezogen wird, eine oder mehrere Melodien.\n\nSpieldosen 
 gibt es seit ca. 1800 als sogenannte Walzenspieldose (Spielwerk in Walzenfo
 rm), seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch als Lochplattenspieldose. Bei 
 Letzterer sind die Platten mit unterschiedlichen Melodien schneller austaus
 chbar, außerdem ist die Herstellung von Platten deutlich günstiger und ermö
 glichte vielfach höhere Auflagenzahlen.\n\nUmgangssprachlich bezeichnet man
  Spieldosen häufig als Spieluhren. Im Unterschied zur Spieldose ist die Spi
 eluhr aber eine mit einem Spielwerk ausgestattete Uhr, welche die Zeit durc
 h das Spielen einer kleinen Melodie auch akustisch anzeigt\n \nPuppenstuben
 \nEin Herz für kleine Welten\nSammlung Evi Scheiber\nDiese hier gezeigten P
 uppenstuben stammen aus der 32 Stücke umfassenden Sammlung von Evi Scheiber
 . Sie hat ihre Sammlung seit rund 30 Jahren vorrangig auf Antikmärkten zusa
 mmengetragen.\n\nInspiriert von einer Freundin liegt ein Schwerpunkt der Sa
 mmlung auf den hier ausgestellten Biedermeier-Puppenstuben, aber auch ander
 e Epochen wie Jugendstil sind vertreten.\n\nMeistens kauft Frau Scheiber di
 e leeren Gehäuse und richtet diese dann Stück für Stück liebevoll und detai
 lgenau ein. Das Geld hierfür hat sie von Anfang an mit ihrer Malerei verdie
 nt.\nImmer wenn sie eines ihrer wunderschönen Aquarelle verkauft hat, wurde
  dieses ,,Malgeld“ zur Anschaffung neuer Puppenstuben genutzt.\n\nMit Biede
 rmeier bezeichnet man die Zeitspanne vom Ende des Wiener Kongresses 1815 bi
 s zum Beginn der bürgerlichen Revolution 1848 in den Ländern des Deutschen 
 Bundes.\nDiese Zeit ist geprägt von der Rückwendung zur Innerlichkeit, zum 
 gemütlichen und trauten Heim, bedingt durch eine Sehnsucht nach einem Idyll
 , nach einer sicheren Heimat. In den bürgerlichen Familien wurde viel musiz
 iert und vorgelesen, Kleidermode und Literatur waren ,,konservativ“ bis ,,h
 ausbacken“.\nDie Wohnungseinrichtungen aus dieser Zeit werden heute allgeme
 in als sehr hochwertig angesehen.\n \nFaszination Fernost\nSammlung Jutta S
 chulze-Eckardt\nJutta Schulze-Eckardt ist es gelungen, sich mit schönen Din
 gen zu umgeben. Ihre Wohnung ist geschmückt mit Antiquitäten aus Fernost un
 d Malstudien im chinesischen Stil – Ausdruck ihrer Begeisterung für asiatis
 che Kulturen, besonders für China und das indonesisch-malayische Archipel.\
 n\nSechs Jahre lebte sie in Singapur, zwei Jahre in Djakarta (Indonesien), 
 während ihr Mann als Repräsentant von Hapag-Lloyd besonders die Geschäftsbe
 ziehungen führte, z. B. die Schiffe der Reederei betreute.\n\nFrau Schulze-
 Eckardt hatte immer wieder Gelegenheit, ihre eigenen Interessen mit der tou
 ristischen Begleitung von Offizieren in dieser für uns fremden Welt zu verb
 inden: Sie besuchte vor allem Antiquitätenhändler oder andere exotische Ges
 chäfte. So kam sie in Kontakt mit außergewöhnlichen Objekten, von denen ein
 ige hier ausgestellt sind.\n\nNeben diesen wunderbaren Gegenständen waren e
 s die Gespräche mit den Menschen dort, die Frau Schulze-Eckardt besonders f
 aszinierten und ihr Leben bereicherten. Nach Jahren gemeinsamer Studien sch
 enkte ihre chinesische Mallehrerin Frau Schulze-Eckhardt ein Wandbild mit c
 hinesischen Schriftzeichen zum Geburtstag, das ebenfalls im Museum ausgeste
 llt ist.\n \n\nIm Namen der Leihgeber bedankte sich Frau Schultze-Eckhard b
 eim Museum Kelkheim für die hervorragend organisierte und präsentierte Kuri
 ositätenausstellung, vor allem bei Kurator Rüdiger Kraatz, aber auch bei De
 signerin Susanne Michelsky. Die Eröffnungsveranstaltung mit Bürgermeister A
 lbrecht Kündiger und Kulturreferentin Beate Michelsky empfand sie ebenfalls
  als sehr gelungen.\n\nFrau Marianne Bachmann überreichte Herrn Kraatz als 
 Dank einen selbst kreierten Schreinergesellen.\nFotos: Wolfgang Pfankuch un
 d Jürgen Moog\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/FlyerEinladung1.jpg" alt
 ="FlyerEinladung1" /></p><p>Der Kurator der Sonderausstellung, Historiker R
 üdiger Kraatz, begrüßte die zahlreichen Besucher und stellte die sieben Lei
 hgeber und Ihre Sammlungen vor. Anschließend standen die Leihgeber für nähe
 re Erläuterungen ihrer Exponate zur Verfügung.</p><p><img src="https://www.
 museum-kelkheim.de/images/Eröffnung.JPG" alt="Eröffnung" /></p><p>&nbsp;</p
 ><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;"><strong>Foss
 ilienfinder mit Berufung</strong></span></p><p style="text-align: center;">
 <span style="font-size: 14pt;"><span style="font-size: 14pt;">Klaus Dieter 
 Weiß und seine Famili</span>e</span></p><p><strong>K</strong>laus Weiß und 
 seine Familie sind international und regional hoch geschätzte <strong>„Foss
 ilien</strong><strong>j</strong><strong>ä</strong><strong>g</strong><strong
 >e</strong><strong>r</strong><strong>“</strong>, die sich durch über Jahrze
 hnte geleistete harte Arbeit ein großartiges Renommee erworben haben.&nbsp;
 </p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_6611.JPG" alt="D
 SC 6611" /></p><p>Sein Spürsinn ist legendär: Vor einigen Wochen hat er wie
 der für eine Sensation gesorgt, als er die Versteinerung eines Flügels eine
 s Vorfahren der Vögel aus dem Altmühltal mit nach Kelkheim brachte. <em>Her
 r Kraatz zeigt ein Foto hiervon.</em></p><p><img src="https://www.museum-ke
 lkheim.de/images/Folie1Fossilien.JPG" alt="Folie1Fossilien" /></p><p>Seit s
 einer frühen Kindheit hat sich der gelernte Maschinenschlosser für Fossilie
 n begeistert.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/MKKurio
 sesDoku_12.jpg" alt="MKKuriosesDoku 12" /></p><p>Als Autodidakt hat er mit 
 seinen Erfolgen die Fachwelt in Bewunderung versetzt und viele Ehrungen, z.
 B. das <strong>Bundesverdienstkreuz</strong>, erhalten. Ein kleiner Teil se
 iner Funde wird in seinem Museum in Fischbach gezeigt werden. Alle anderen 
 stellt er kostenlos Museen und Universitätsinstituten zur Verfügung.</p><p>
 Klaus-Dieter Weiß ist Mitbegründer der <strong>Arbeitsgemeinschaft „Paläo-G
 eo“ </strong>(Gründung 2004). Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Vermächtni
 s des Planeten Erde zu bewahren und die paläonto-logische Wissenschaft zu u
 nterstützen.</p><p>Die herausragenden Leistungen von Klaus-Dieter Weiß und 
 seiner Familie können nicht hoch genug gewürdigt werden.</p><p>&nbsp;</p><p
  style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;"><strong>Ei</str
 ong><strong>n </strong><strong>Husar&nbsp;</strong><strong>au</strong><stro
 ng>s Hornau&nbsp;</strong>oder&nbsp;<strong>De</strong><strong>r </strong><
 strong>Z</strong><strong>auber&nbsp;</strong><strong>de</strong><strong>r Z
 innfiguren</strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="f
 ont-size: 14pt;">Sammlung Hans Grimm</span></p><p><strong>H</strong>ans Gri
 mm ist ein begeisterter Sammler von <strong>Zinnfiguren </strong>und beschä
 ftigt sich intensiv&nbsp;mit seiner <strong>Familiengeschichte</strong>. Zu
 gleich ist er ein interessierter Bewunderer der <strong>Familie von Gagern<
 /strong>. Alle drei Interessensgebiete spiegeln sich in der hier vorgestell
 ten Ausstellung.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_
 6604.JPG" alt="DSC 6604" /></p><p>Aus seiner umfangreichen Sammlung stammen
  die Zinnfiguren im Zentrum der Vitrine:</p><ul><li>Vorne stehen fünf größe
 re Figuren, die verschiedene Husaren (Soldaten zu Pferd mit einer besondere
 n Tradition) darstellen.</li><li>Dahinter sind zwei Linien des <strong>„Hus
 aren-Regiments König Humbert von Italien“ (1. Kurhessisches) </strong>aufge
 baut. In diesem Regiment hat der <strong>Großvater von Hans Grimm</strong>,
  Adam Löw, zur Zeit des Kaiserreiches gedient.</li><li>Hinter den Husaren s
 ind zwei Linien Infanterie postiert.</li></ul><p><img src="https://www.muse
 um-kelkheim.de/images/Folie2.JPG" alt="Folie2" /></p><p>Die Fotos der Postk
 arten stammen aus der Kaiserzeit und spiegeln die Bedeutung des Militärs in
  jener Epoche.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/MKKuri
 osesDoku_14.jpg" alt="MKKuriosesDoku 14" /></p><p>Der <strong>Husar Adam Lö
 w </strong>aus Hornau war von 1884 bis 1887 als <strong>Rekrut in Bockenhei
 m </strong>stationiert. Nach seiner Dienstzeit war er <strong>Landwirt in H
 ornau.</strong></p><p><strong>D</strong><strong>i</strong><strong>e </stron
 g><strong>G</strong><strong>r</strong><strong>o</strong><strong>ß</strong><
 strong>v</strong><strong>ä</strong><strong>t</strong><strong>e</strong><str
 ong>r</strong> <strong>v</strong><strong>o</strong><strong>n Adam Löw waren
  beide</strong><strong>Schultheißen in Hornau. </strong>Es gibt Dokumente, 
 auf denen ihre Unterschriften zusammen mit der von <strong>Hans Christoph v
 on Gagern </strong>zu finden sind.</p><p>&nbsp;</p><p style="text-align: ce
 nter;"><span style="font-size: 18pt;"><strong>W</strong><strong>er</strong>
 <strong>k</strong><strong>e </strong><strong>des&nbsp;</strong><strong>Holz
 bildhaue</strong><strong>r</strong><strong>s&nbsp;</strong><strong>P</stron
 g><strong>ete</strong><strong>r </strong><strong>K</strong><strong>on</stro
 ng><strong>r</strong><strong>ad&nbsp;</strong><strong>Ende</strong><strong>
 r</strong><strong>s</strong></span></p><p style="text-align: center;"><span
  style="font-size: 14pt;">Sammlung Sigrid Stieler</span></p><p><strong>L</s
 trong>eihgeberin dieser Sammlung ist Frau Sigrid Stieler. Sie ist die <stro
 ng>Enkelin von Peter Enders&nbsp;</strong>und lebt als gebürtige Frankfurte
 rin seit 2016 in Fischbach. Damit wohnt sie jetzt in dem Ort, in dem ihr Gr
 oßvater viele Jahre wirkte. In ihrer Kindheit hat sie den Großvater häufig 
 in seiner Werkstatt besucht, was damals per Zug, Bus und zu Fuß eine ,,klei
 ne Weltreise“ war.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Fo
 lie3.JPG" alt="Folie3" /></p><p>Frau Stieler hat sich zur Aufgabe gemacht, 
 Leben und Werk des von ihr verehrten Großvaters in Erinnerung zu behalten u
 nd zu bewahren. Einige der hier ausgestellten Holzkunstwerke begleiten Frau
  Stieler als <strong>Gebrauchsgegenstände im Alltag.</strong></p><p><img sr
 c="https://www.museum-kelkheim.de/images/Folie4.JPG" alt="Folie4" /></p><p>
 Peter Enders, 1888 in Steinfurt geboren, zog 1914 nach dem <strong>Studium 
 an der Kunsthochschule in Frankfurt </strong>und praktischer Ausbildung mit
  seiner Frau Emma nach Fischbach. Hier eröffnete er seine eigene Werkstatt.
 </p><p>Er war ein Holzkünstler der ,,alten Schule“.</p><p>Erst nachdem er e
 ine Skizze und eventuell einen Gipsabdruck gemacht hatte und das passende H
 olzstück ausgesucht hatte, wurde das gewünschte <strong>Objekt aus einem St
 ück Holz </strong>herausgearbeitet und eventuell verziert. In seiner Werkst
 att arbeitete er eng mit Schreinern aus Kelkheim und Umgebung zusammen.</p>
 <p>Peter Enders wird als nachdenklicher, menschlicher, politisch interessie
 rter und philosophischer Mensch beschrieben. 1968 kam er bei einem tragisch
 en Unfall (er wurde von einem Motorrad erfasst, der Fahrer beging Fahrerflu
 cht) ums Leben.</p><p>&nbsp;</p><p style="text-align: center;"><span style=
 "font-size: 18pt;"><strong>Ansichtskarten von Kelkheim und seinen Stadtteil
 en</strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size
 : 14pt;">Sammlung Marianne Baumann</span></p><p><strong>F</strong>rau Maria
 nne Baumann aus Kelkheim-Münster sammelt seit vielen Jahren mit großer Leid
 enschaft. Die wichtigste Sammlung spiegelt die Liebe zu ihrer Heimatstadt: 
 Ansichtspostkarten von Kelkheim. Sie besitzt inzwischen <strong>über 1800 v
 erschiedene Motive aus allen Stadtteilen</strong>,&nbsp;die doppelten nicht
  mitgezählt.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_6626
 .JPG" alt="DSC 6626" /></p><p>Erwerben konnte sie diese auf verschiedenen P
 ostkartenbörsen, hier in der Nähe, z.B. in der Jahrhunderthalle. Aber auch 
 bis nach Stuttgart und München führte sie die Suche nach seltenen Exemplare
 n. Wenn es eben ging, war sie an den Wochenenden dafür unterwegs.</p><p><st
 rong>V</strong><strong>o</strong><strong>n </strong><strong>B</strong><stro
 ng>eginn an hat Frau Baumann das Museum Kelkheim mit Leihgaben aus ihrer Sa
 mmlung unterstützt. </strong>In der Dauerausstellung veranschaulichen die M
 otive Kelkheim, wie es früher war.</p><p><img src="https://www.museum-kelkh
 eim.de/images/MKKuriosesDoku_31.jpg" alt="MKKuriosesDoku 31" /></p><p>Die h
 ier ausgestellten Exemplare stammen <strong>aus den Anfangstagen der Postka
 rte</strong>. Damals sandte man von jedem Taunusausflug bebilderte Grüße.</
 p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Folie5.JPG" alt="Folie
 5" /></p><p>Wir sehen frühe Ansichten von Hornau. Sie regen an, mit den Aug
 en durch den Ort zu spazieren, der im 19. Jahrhundert die Heimat der Famili
 e von Gagern war. Vieles hat sich verändert, manches ging verloren. Hier ka
 nn man es wieder neu entdecken.</p><p>Das <strong>M</strong><strong>o</stro
 ng><strong>d</strong><strong>e</strong><strong>l</strong><strong>l</strong>
  <strong>de</strong><strong>s Gagernschen Hofguts </strong>in der Vitrine h
 ilft, die Standorte der Motive aufzufinden. So werden die alten Zeiten wied
 er lebendig.</p><p>&nbsp;</p><p style="text-align: center;"><span style="fo
 nt-size: 18pt;"><strong>Spieldosen - später &nbsp;Ersatz für kindliches Spi
 elzeug</strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-
 size: 14pt;">Sammlung Peter Rosenthal</span></p><p><strong>P</strong>eter R
 osenthal hat seine Sammlung von <strong>weit über hundert Spieldosen </stro
 ng>seit 1978 zusammengetragen. In seiner Kindheit konnten und wollten die E
 ltern kein Geld für Spielsachen aufwenden. Deshalb wurde beim Besuch von Fl
 ohmärkten sein Interesse für Spielzeug aller Art, besonders aber für Spield
 osen, geweckt. Die umfangreiche Sammlung umfasst sowohl einfache Plastikobj
 ekte als auch handwerklich aufwändige und sehr hochwertige Exponate.</p><p>
 <img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/DSC_6620.JPG" alt="DSC 6620
 " /></p><p>Mit <strong>S</strong><strong>p</strong><strong>i</strong><stron
 g>e</strong><strong>ld</strong><strong>o</strong><strong>s</strong><strong>
 e </strong>bezeichnet man ein mechanisches, selbstspielendes Instrument in 
 Form einer Dose oder eines Kastens. Dieses spielt, wenn es aufgezogen wird,
  eine oder mehrere Melodien.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de
 /images/Folie6.JPG" alt="Folie6" /></p><p>Spieldosen gibt es seit ca. 1800 
 als sogenannte <strong>Walzenspieldose </strong>(Spielwerk in Walzenform), 
 seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch als <strong>Lochplattenspieldose</s
 trong>. Bei Letzterer sind die&nbsp;Platten mit unterschiedlichen Melodien 
 schneller austauschbar, außerdem ist die Herstellung von Platten deutlich g
 ünstiger und ermöglichte vielfach höhere Auflagenzahlen.</p><p><img src="ht
 tps://www.museum-kelkheim.de/images/MKKuriosesDoku_20.jpg" alt="MKKuriosesD
 oku 20" /></p><p>Umgangssprachlich bezeichnet man Spieldosen häufig als <st
 rong>Spieluhren</strong>. Im Unterschied zur Spieldose ist die Spieluhr abe
 r eine mit einem Spielwerk ausgestattete Uhr, welche die Zeit durch das Spi
 elen einer kleinen Melodie auch akustisch anzeigt</p><p>&nbsp;</p><p style=
 "text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;"><strong>Puppenstuben</
 strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14
 pt;">Ein Herz für kleine Welten</span></p><p style="text-align: center;"><s
 pan style="font-size: 14pt;">Sammlung Evi Scheiber</span></p><p><strong>D</
 strong>iese hier gezeigten Puppenstuben stammen <strong>a</strong><strong>u
 </strong><strong>s der 32 Stücke umfassenden Sammlung&nbsp;</strong>von Evi
  Scheiber. Sie hat ihre Sammlung seit rund 30 Jahren vorrangig auf Antikmär
 kten zusammengetragen.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/image
 s/DSC_6624.JPG" alt="DSC 6624" /></p><p>Inspiriert von einer Freundin liegt
  ein Schwerpunkt der Sammlung auf den hier ausgestellten <strong>Biedermeie
 r-Puppenstuben</strong>, aber auch andere Epochen wie <strong>Jugendstil </
 strong>sind vertreten.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/image
 s/Folie7.JPG" alt="Folie7" /></p><p>Meistens kauft Frau Scheiber die leeren
  Gehäuse und richtet diese dann Stück für Stück liebevoll und detailgenau e
 in. Das Geld hierfür hat sie von Anfang an mit ihrer Malerei verdient.</p><
 p>Immer wenn sie eines ihrer wunderschönen Aquarelle verkauft hat, wurde di
 eses ,,Malgeld“ zur Anschaffung neuer Puppenstuben genutzt.</p><p><img src=
 "https://www.museum-kelkheim.de/images/MKKuriosesDoku_25.jpg" alt="MKKurios
 esDoku 25" /></p><p>Mit <strong>B</strong><strong>i</strong><strong>e</stro
 ng><strong>de</strong><strong>r</strong><strong>m</strong><strong>e</strong
 ><strong>i</strong><strong>e</strong><strong>r </strong>bezeichnet man die 
 Zeitspanne vom Ende des Wiener Kongresses 1815 bis zum Beginn der bürgerlic
 hen Revolution 1848 in den Ländern des Deutschen Bundes.</p><p>Diese Zeit i
 st geprägt von der Rückwendung zur Innerlichkeit, zum gemütlichen und traut
 en Heim, bedingt durch eine Sehnsucht nach einem Idyll, nach einer sicheren
  Heimat. In den bürgerlichen Familien wurde viel musiziert und vorgelesen, 
 Kleidermode und Literatur waren ,,konservativ“ bis ,,hausbacken“.</p><p>Die
  Wohnungseinrichtungen aus dieser Zeit werden heute allgemein als sehr hoch
 wertig angesehen.</p><p>&nbsp;</p><p style="text-align: center;"><span styl
 e="font-size: 18pt;"><strong>F</strong><strong>aszina</strong><strong>t</st
 rong><strong>ion&nbsp;</strong><strong>F</strong><strong>ernost</strong></s
 pan></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt;">Samml
 ung&nbsp;Jutta Schulze-Eckardt</span></p><p><strong>J</strong>utta Schulze-
 Eckardt ist es gelungen, sich mit schönen Dingen zu umgeben. Ihre Wohnung i
 st geschmückt mit <strong>A</strong><strong>n</strong><strong>t</strong><st
 rong>i</strong><strong>qu</strong><strong>i</strong><strong>t</strong><stro
 ng>ä</strong><strong>t</strong><strong>e</strong><strong>n</strong> <strong
 >a</strong><strong>u</strong><strong>s Fernost </strong>und <strong>M</stro
 ng><strong>a</strong><strong>l</strong><strong>s</strong><strong>t</strong>
 <strong>u</strong><strong>d</strong><strong>i</strong><strong>e</strong><st
 rong>n</strong> <strong>i</strong><strong>m chinesischen Stil </strong>– Au
 sdruck ihrer Begeisterung für asiatische Kulturen, besonders für China und 
 das indonesisch-malayische&nbsp;Archipel.</p><p><img src="https://www.museu
 m-kelkheim.de/images/China1.JPG" alt="China1" /></p><p>Sechs Jahre lebte si
 e in Singapur, zwei Jahre in Djakarta (Indonesien), während ihr Mann als Re
 präsentant von Hapag-Lloyd besonders die Geschäftsbeziehungen führte, z. B.
  die Schiffe der Reederei betreute.</p><p><img src="https://www.museum-kelk
 heim.de/images/MKKuriosesDoku_04.jpg" alt="MKKuriosesDoku 04" /></p><p>Frau
  Schulze-Eckardt hatte immer wieder Gelegenheit, ihre eigenen Interessen mi
 t der touristischen Begleitung von Offizieren in dieser für uns fremden Wel
 t zu verbinden: Sie besuchte vor allem Antiquitätenhändler oder andere exot
 ische Geschäfte. So kam sie in Kontakt mit außergewöhnlichen Objekten, von 
 denen einige hier ausgestellt sind.</p><p><img src="https://www.museum-kelk
 heim.de/images/MKKuriosesDoku_02.jpg" alt="MKKuriosesDoku 02" /></p><p>Nebe
 n diesen wunderbaren Gegenständen waren es die Gespräche mit den Menschen d
 ort, die Frau Schulze-Eckardt besonders faszinierten und ihr Leben bereiche
 rten. Nach Jahren gemeinsamer Studien schenkte ihre chinesische Mallehrerin
  Frau Schulze-Eckhardt ein&nbsp;<strong>Wandbild mit chinesischen Schriftze
 ichen </strong>zum&nbsp;Geburtstag, das ebenfalls im Museum ausgestellt ist
 .</p><p>&nbsp;</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Schult
 ze-Eckardt2.JPG" alt="Schultze Eckardt2" /></p><p>Im Namen der Leihgeber be
 dankte sich Frau Schultze-Eckhard beim Museum Kelkheim für die hervorragend
  organisierte und präsentierte Kuriositätenausstellung, vor allem bei Kurat
 or Rüdiger Kraatz, aber auch bei Designerin Susanne Michelsky. Die Eröffnun
 gsveranstaltung mit Bürgermeister Albrecht Kündiger und Kulturreferentin Be
 ate Michelsky empfand sie ebenfalls als sehr gelungen.</p><p><img src="http
 s://www.museum-kelkheim.de/images/MarianneBaumann1.JPG" alt="MarianneBauman
 n1" /></p><p>Frau Marianne Bachmann überreichte Herrn Kraatz als Dank einen
  selbst kreierten Schreinergesellen.</p><p>Fotos: Wolfgang Pfankuch und Jür
 gen Moog</p>
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