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SUMMARY:Vortrag von Helmut Krause über Historie und Kultur des Apfelweins (Artikel von Petra und Helmut Krause)
LOCATION:Museum Kelkheim\, Frankfurter Str. 21
DESCRIPTION:Vom Apfelbaum ins Gerippte\nVortrag von Helmut Krause über Historie und Kul
 tur des Apfelweins\n im Rahmen der gleichnamigen Kabinettausstellung\nmit E
 xponaten aus der Sammlung von Petra und Helmut Krause\n im Museum Kelkheim,
  Frankfurter Straße 21\nDie Kabinettausstellung "Vom Apfelbaum ins Gerippte
 " befindet sich seit Oktober letzten Jahres im Museum Kelkheim.\n\nHelmut K
 rause mit der Mutter seiner Frau Petra - mit 94 Jahren die älteste Besucher
 in der Ausstellung.\nIm Rahmen dieser Ausstellung konnten am Sonntag, dem 2
 1. März 2021, Corona bedingt leider nur zehn interessierte Zuhörer sehr vie
 l Wissenswertes über das heimische Nationalgetränk vom Referenten Helmut Kr
 ause, erfahren.  Umso größer waren Freude und Begeisterung über das wieder 
 geöffnete Museum.\n\nDie Geschichte des Apfels in unsere Region begann bere
 its mit den Römern, die den Apfel mit über die Alpen brachten. Jedoch wurde
  das Getränk erst durch Karl den Großen, der  bereits um 800 per Verordnung
  an seinen Höfen Apfelwein herstellen ließ, richtig etabliert.\nGrundsätzli
 ch wird Apfelwein weltweit überall hergestellt und getrunken, wo Äpfel gede
 ihen. Natürlich mit anderen Namen. In Frankreich Cidre, in Spanien Sidra, i
 n England Cider, wobei in Südwestengland europaweit am meisten getrunken wi
 rd!\nIn Hessen werden von ca. 100 gewerblichen Keltereien insgesamt ca. 40 
 Mio. Liter gekeltert. Vergleichsweise ist der Konsum von Apfelwein in Deuts
 chland pro Jahr folgendermaßen verteilt: Deutschland: Ø1,5 Liter; Hessen: Ø
  13 Liter; Frankfurt: Ø 43 Liter, daher wird Frankfurt auch als die Apfelwe
 in-Hauptstadt bezeichnet!\n\nHier bei uns in Hessen gibt es aber ein besond
 eres Alleinstellungsmerkmal: Äpfel von Streuobstwiesen und Apfelwein aus Be
 mbel und Geripptem.\nDie Äpfel von Streuobstwiesen zeichnen sich durch eine
 n hohen Säuregehalt aus, welche den alten Apfelsorten eigen ist. Hieraus re
 sultiert der etwas herbe, typische Geschmack für den hessischen Apfelwein.\
 nAußerdem sind die Streuobstwiesen auf Grund ihrer extensiven Bewirtschaftu
 ng Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten, die in den sonstigen Flurlag
 en vom Aussterben bedroht sind. Somit sind Apfelweintrinker Naturschützer, 
 denn sie unterstützen die regionalen Produkte! Weiterhin wurde im August 20
 20 ein Antrag gestellt, um die Apfelweinkultur in die Bundesliste des „Imma
 teriellen Kulturerbes“ aufzunehmen, was dann seine Einmaligkeit besonders h
 ervorhebt!\nVerbreitungsgebiet \nDer Vordertaunus und die Wetterau gelten a
 ls die wichtigsten Streuobstwiesen-Gebiete Hessens. =&gt; 36% aller hessisc
 hen Apfelbäume stehen im Main-Taunus-Kreis, dies sind ca.250 000 Bäume!\n\n
 Apfelwein ist eingefangener Sonnenschein, also ein reines Naturprodukt und 
 ein Teil unserer regionalen Kultur! Apfelwein ist gesund und bekömmlich. Er
  hat vergleichsweise zu Wein und Bier die wenigsten Kalorien. Sein Alkoholg
 ehalt liegt bei ca. 5,5%. Das bekannte, alte walisische Sprichwort von 1866
  bringt die Heilkraft des Apfels auf den Punkt: „An apple a day keeps the d
 octor away!“ Der Apfel steckt voll Heilkraft und hat sehr viele wichtige In
 haltstoffe für den Menschen. Über die Vitamine A, B und C verfügt er über K
 alzium, Eisen und Magnesium.\nErläuterungen zum Bembel und dem Gerippten\nT
 raditionsgemäß wird der Apfelwein in einem dickbauchigen Tonkrug serviert, 
 dem Bembel. Er hat einen Salzüberzug mit blauem Muster und hält den Apfelwe
 in schön kühl.\n\nGetrunken wird er aus dem Gerippte, dem typischen Apfelwe
 inglas, das seinen Namen den quergestellten Rauten, den „Rippen“ verdankt. 
 Das typische Apfelweinglas im hessischen Raum verdankt seinen Namen dem rau
 tenartigen Muster und den dadurch entstehenden Rippen auf dem Glas.\nDurch 
 die einheitliche Glasform und die große Vielfalt der äußeren Dekor-Ausführu
 ng, bei gleichzeitigem, direktem Heimatbezug, stellen die Apfelweingläser s
 eit mehr als 30 Jahren ein sehr attraktives Sammel-Hobby für uns dar, was w
 enn möglich, stets erweitert wird.\n\nAm Abschluss des Vortrages wurden die
  ausgestellten Exponate der Sammlung vorgestellt und erklärt. Hierbei hande
 lte es sich neben den Mustergläsern aus den fünf nachfolgenden Kategorien u
 nserer Sammlung auch um „Bembel“ in verschiedenen Größen, dem „Faulenzer“, 
 sowie eine Vielzahl von „Deckelchen“ zur Glasabdeckung im Freien und umfang
 reiche, einschlägige Literatur zum Thema Apfelwein.\n\n - Alte Gläser und R
 aritäten\n - Andenken-Gläser\n - Gläser von Keltereien\n - Gläser von Gastw
 irtschaften\n - Gläser von Vereinen, Jubiläen und sonstigen AnlässenText: P
 etra und Helmut Krause\nFotos: Petra Krause und Jürgen Moog\n\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 24pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Vom Apfelbaum ins Gerippte</strong></span></p><p style="text-ali
 gn: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #993300;"><strong>Vortrag
  von Helmut Krause über Historie und Kultur des Apfelweins</strong></span><
 /p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #993
 300;"><strong>&nbsp;im Rahmen der gleichnamigen Kabinettausstellung</strong
 ></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; co
 lor: #993300;"><strong>mit Exponaten aus der Sammlung von Petra und Helmut 
 Krause</strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-
 size: 12pt;"><span style="color: #993300;"><strong>&nbsp;</strong><strong>i
 m Museum Kelkheim,&nbsp;</strong></span><span style="color: #993300;"><stro
 ng>Frankfurter Straße 21</strong></span></span></p><p>Die Kabinettausstellu
 ng "Vom Apfelbaum ins Gerippte" befindet sich seit Oktober letzten Jahres i
 m Museum Kelkheim.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Vo
 rtragApfelweinHelmutKrause_21.03.2021_1.JPG" alt="VortragApfelweinHelmutKra
 use 21.03.2021 1" width="560" height="315" /></p><p><em>Helmut Krause mit d
 er Mutter seiner Frau Petra - mit 94 Jahren die älteste Besucherin der Auss
 tellung.</em></p><p>Im Rahmen dieser Ausstellung konnten am Sonntag, dem 21
 . März 2021, Corona bedingt leider nur zehn interessierte Zuhörer sehr viel
  Wissenswertes über das heimische Nationalgetränk vom Referenten Helmut Kra
 use, erfahren.&nbsp; Umso größer waren Freude und Begeisterung über das wie
 der geöffnete Museum.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images
 /VortragApfelweinHelmutKrause_21.03.2021_2.JPG" alt="VortragApfelweinHelmut
 Krause 21.03.2021 2" /></p><p>Die <strong>Geschichte des Apfels in unsere R
 egion</strong> begann bereits mit den Römern, die den Apfel mit über die Al
 pen brachten. Jedoch wurde das Getränk erst durch Karl den Großen, der&nbsp
 ; bereits um 800 per Verordnung an seinen Höfen Apfelwein herstellen ließ, 
 richtig etabliert.</p><p>Grundsätzlich wird Apfelwein weltweit überall herg
 estellt und getrunken, wo Äpfel gedeihen. Natürlich mit anderen Namen. In F
 rankreich Cidre, in Spanien Sidra, in England Cider, wobei in Südwestenglan
 d europaweit am meisten getrunken wird!</p><p>In Hessen werden von ca. 100 
 gewerblichen Keltereien insgesamt ca. 40 Mio. Liter gekeltert. Vergleichswe
 ise ist der Konsum von Apfelwein in Deutschland pro Jahr folgendermaßen ver
 teilt: Deutschland: Ø1,5 Liter; Hessen: Ø 13 Liter; Frankfurt: Ø 43 Liter, 
 daher wird Frankfurt auch als die Apfelwein-Hauptstadt bezeichnet!</p><p><i
 mg src="https://www.museum-kelkheim.de/images/SonderausstellungVomApfelbaum
 insGerippte_24.10.2020_1.JPG" alt="SonderausstellungVomApfelbauminsGerippte
  24.10.2020 1" width="560" height="280" /></p><p>Hier bei uns in Hessen gib
 t es aber ein besonderes&nbsp;<strong>Alleinstellungsmerkmal</strong>: Äpfe
 l von Streuobstwiesen und Apfelwein aus Bembel und Geripptem.</p><p>Die Äpf
 el von Streuobstwiesen zeichnen sich durch einen hohen Säuregehalt aus, wel
 che den alten Apfelsorten eigen ist. Hieraus resultiert der etwas herbe, ty
 pische Geschmack für den hessischen Apfelwein.</p><p>Außerdem sind die Stre
 uobstwiesen auf Grund ihrer extensiven Bewirtschaftung Lebensraum für eine 
 Vielzahl von Tierarten, die in den sonstigen Flurlagen vom Aussterben bedro
 ht sind. Somit sind <strong>Apfelweintrinker Naturschützer</strong>, denn s
 ie unterstützen die regionalen Produkte! Weiterhin wurde im August 2020 ein
  Antrag gestellt, um die <strong>Apfelweinkultur in die Bundesliste des „Im
 materiellen Kulturerbes</strong>“ aufzunehmen, was dann seine Einmaligkeit 
 besonders hervorhebt!</p><p><strong>Verbreitungsgebiet </strong></p><p>Der 
 Vordertaunus und die Wetterau gelten als die wichtigsten Streuobstwiesen-Ge
 biete Hessens. =&gt; 36% aller hessischen Apfelbäume stehen im Main-Taunus-
 Kreis, dies sind ca.250 000 Bäume!</p><p><img src="https://www.museum-kelkh
 eim.de/images/VortragApfelweinHelmutKrause_21.03.2021_4.JPG" alt="VortragAp
 felweinHelmutKrause 21.03.2021 4" width="560" height="280" /></p><p>Apfelwe
 in ist eingefangener Sonnenschein, also ein reines Naturprodukt und ein Tei
 l unserer regionalen Kultur! Apfelwein ist gesund und bekömmlich. Er hat ve
 rgleichsweise zu Wein und Bier die wenigsten Kalorien. Sein Alkoholgehalt l
 iegt bei ca. 5,5%. Das bekannte, alte walisische Sprichwort von 1866 bringt
  die Heilkraft des Apfels auf den Punkt: „An apple a day keeps the doctor a
 way!“ Der Apfel steckt voll Heilkraft und hat sehr viele wichtige Inhaltsto
 ffe für den Menschen. Über die Vitamine A, B und C verfügt er über Kalzium,
  Eisen und Magnesium.</p><p><strong>Erläuterungen zum Bembel und dem Geripp
 ten</strong></p><p>Traditionsgemäß wird der Apfelwein in einem dickbauchige
 n Tonkrug serviert, dem Bembel. Er hat einen Salzüberzug mit blauem Muster 
 und hält den Apfelwein schön kühl.</p><p><img src="https://www.museum-kelkh
 eim.de/images/Apfelweinglasausstellung_25.10.2020_5.jpg" alt="Apfelweinglas
 ausstellung 25.10.2020 5" width="560" height="209" /></p><p>Getrunken wird 
 er aus dem Gerippte, dem typischen Apfelweinglas, das seinen Namen den quer
 gestellten Rauten, den „Rippen“ verdankt. Das typische Apfelweinglas im hes
 sischen Raum verdankt seinen Namen dem rautenartigen&nbsp;Muster und den da
 durch entstehenden Rippen auf dem Glas.</p><p>Durch die einheitliche Glasfo
 rm und die große Vielfalt der äußeren Dekor-Ausführung, bei gleichzeitigem,
  direktem Heimatbezug, stellen die Apfelweingläser seit mehr als 30 Jahren 
 ein sehr attraktives Sammel-Hobby für uns dar, was wenn möglich, stets erwe
 itert wird.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/VortragAp
 felweinHelmutKrause_21.03.2021_6.JPG" alt="VortragApfelweinHelmutKrause 21.
 03.2021 6" width="560" height="211" /></p><p>Am Abschluss des Vortrages wur
 den die ausgestellten Exponate der Sammlung vorgestellt und erklärt. Hierbe
 i handelte es sich neben den Mustergläsern aus den fünf nachfolgenden Kateg
 orien unserer Sammlung auch um „Bembel“ in verschiedenen Größen, dem „Faule
 nzer“, sowie eine Vielzahl von „Deckelchen“ zur Glasabdeckung im Freien und
  umfangreiche, einschlägige Literatur zum Thema Apfelwein.</p><ol><li>Alte 
 Gläser und Raritäten</li><li>Andenken-Gläser</li><li>Gläser von Keltereien<
 /li><li>Gläser von Gastwirtschaften</li><li>Gläser von Vereinen, Jubiläen u
 nd sonstigen Anlässen</li></ol><p>Text: Petra und Helmut Krause</p><p>Fotos
 : Petra Krause und Jürgen Moog</p><p><span style="font-size: 8pt;"></span><
 /p>
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