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SUMMARY:Vorstellung der Broschüre „10 Jahre Meisterstücke made in Kelkheim“
DESCRIPTION:Vorstellung der Broschüre \n„10 Jahre Meisterstücke made in Kelkheim“\nDer 
 Museumsverein hatte zu einem Pressegespräch am 19.08.2021, 11:00 Uhr in das
  Museum Kelkheim eingeladen, um die Hochglanzbroschüre zu präsentieren, mit
  der die „Möbel des Jahres“ 2012 – 2021 gewürdigt werden.\n\nDer 1. Vorsitz
 ende des Museumsvereins, Jürgen Moog (links) stellte die Organisatoren der 
 „Möbel des Jahres“ (MdJ) und das Redaktionsteam für die Broschüre vor. V.l.
 : Inge Voigt  (Ideengeberin und Organisatorin der MdJ 2012-2014), Torsten W
 eigelt (Redaktion), Dr. Beate Matuschek (Idee für Broschüre und Redaktion),
  Marianne Bopp (Redaktion und Recherche), Edelgard Kleemann (Mitorganisatio
 n des MdJ 2014), Andrea Hillebrecht-Schulte (Organisation der MdJ 2019 und 
 2020/2021), Rüdiger Kraatz (Organisation der MdJ 2015-2018).\nErfolgsmodell
  MdJ\nWir sind stolz darauf, dass wir in Kelkheim ein anerkanntes Stadtmuse
 um mit einer Spezialsammlung für Möbelhandwerk und Stadtgeschichte haben. S
 omit können wir dafür sorgen, dass die Vergangenheit unserer Stadt bewahrt 
 wird und Anregungen für unsere Zukunft gegeben werden. Dies gelingt jedoch 
 nur, wenn das Museum attraktiv ist.\n2012 hatte die damalige 2. Vorsitzende
  Inge Voigt die wunderbare Idee, mit der Wahl des „Möbel des Jahres“ den Be
 sucherinnen und Besuchern des Museums Kelkheim ein besonderes Möbelstück vo
 rzustellen und dabei an die 100-jährige Kelkheimer Möbelgeschichte zu erinn
 ern.\n\nLaut Inge Voigt sind für den Erfolg des Museums Kelkheim eine hervo
 rragende Zusammenarbeit im Team und daraus resultierend Ideen zur Steigerun
 g der Attraktivität des Museums erforderlich. Eine gute Idee in 2012 war be
 ispielsweise die Durchführung von Trauungen im Museum. Leider scheiterte di
 es an fehlenden Parkplätzen.\nDas MdJ sorgte nicht nur bei seiner Vorstellu
 ng, sondern auch bei den Führungen zur Möbelgeschichte und auch beim normal
 en Museumsbetrieb für viele interessierte Besucherinnen und Besucher.\nZusa
 mmen mit den im Museum ausgestellten Exponaten bietet das MdJ eine Bühne fü
 r die Geschichte der Kelkheimer Schreinereien und Möbelhäuser, sowie für di
 e Auseinandersetzung mit ihren Familientraditionen. Außerdem werden die Kun
 stfertigkeit und der Ideenreichtum unserer Handwerker gewürdigt, mit denen 
 sie zur „Möbelstadt Kelkheim“ beigetragen haben.\nDas „Möbel des Jahres“ en
 twickelte sich zum Erfolgsmodell, welches ein fester, sehr erfolgreicher Be
 standteil unseres Museumsprogramms geworden ist.\nRückblick auf die Anfänge
  der Sammlung und das Museum für Möbelhandwerk und Stadtgeschichte\nDie Urs
 prünge des heutigen Museums reichen bis in das Jahr 1985 zurück. Die Kultur
 referentin Dr. Beate Matuschek berichtete, dass sich damals eine „Bürgerini
 tiative Kelkheimer Heimatmuseum, ein Haus für Vergangenheit und Zukunft“ gr
 ündete. Ziel war es, an die ausgeprägte Handwerksgeschichte Kelkheims zu er
 innern.\n\nInitiatoren waren der legendäre Stadtbaumeister Franz Ball sowie
  Innungsehrenobermeister Gregor Wolf, Schreinermeister Karl Wiesemann und d
 er Ingenieur Günter Stempel - allesamt historisch engagierte Spezialisten i
 m Ruhestand.\nDie Stadt Kelkheim förderte ihr Anliegen und motivierte sie, 
 1987 den Verein „Förderkreis Handwerk“ zu gründen. Damit nahm eine wechselv
 olle Entwicklung nimmt ihren Lauf.\nMit Blick auf ein zukünftiges Museum en
 tstand im Verlauf der Jahre eine umfangreiche Sammlung aus Handwerksgeräten
 , Maschinen und Möbeln, die zunächst im Depot der Firma Sieder in der Pesta
 lozzistraße, dann in den Räumen des alten Hallenbades und schließlich in de
 r Werkhalle der Zimmerei Prokasky in Eppenhain gelagert wurde.\nDas erstreb
 te Museum blieb jedoch 15 Jahre lang ein Traum. Zwar wurden verschiedene Mu
 seumsstandorte diskutiert, aus unterschiedlichen Gründen allerdings verworf
 en.\nNach Einrichtung eines Kulturreferats innerhalb der Stadtverwaltung Ke
 lkheim im Jahr 1994 entstand ein Museumskonzept, das zunächst für freiwerde
 nde Räumlichkeiten am Zauberberg entworfen wurde.\nVöllig unerwartet erhiel
 t die Sammlung im Jahr 2000 eine Heimat am Standort der ehemaligen Schreine
 rei Bender an der Frankfurter Straße 21. \nMit Freiwerden eines Ausstellung
 sraumes im ersten Geschoss des Holunder Hofes bereitete Bürgermeister Thoma
 s Horn den Weg für die Anmietung und Einrichtung eines vereinsgeführten Mus
 eums. Die Mietkosten übernahm ein Sponsor.\nDamit verbunden war eine Neuaus
 richtung der Sammlung: weg vom allgemeinen „Handwerk“, hin zur Spezialisier
 ung auf das „Möbelhandwerk“, - ein Alleinstellungsmerkmal, das Kelkheim im 
 Verlauf von 150 Jahren zur überregional bekannten „Möbelstadt“ werden ließ.
 \nIm Jahr 2004 konnte erstmals ein „Museum Kelkheim – Sammlung für Möbelhan
 dwerk und Stadtgeschichte“ im Beisein der damaligen Ministerin für Wissensc
 haft und Kunst, Ruth Wagner, eröffnet werden. Der Verein nennt sich fortan 
 „Museumsverein Kelkheim - Förderkreis für Möbelhandwerks- und Stadtgeschich
 te“.\nDas Museum – Wertschätzung der Kreativität von Kelkheimer Schreinern 
 \nKelkheimer Handwerker zeichnten sich durch Erfindungsreichtum aus. Sie ge
 hörten zu den ersten, die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts im Nebenerwerb
  günstiges Mobiliar für eine industriell aufstrebende Region fertigen und s
 ich nicht scheuen, dafür raumsparende Maschinenkombinationen herzustellen. 
 Die ehemals armen Taunusdörfer entwickelten sich zur wirtschaftlich aufstre
 benden „Möbelstadt“.\nIm 20. Jahrhundert wuchsen die Schreinereien in den S
 tadtteilen des heutigen Kelkheim auf rund 300 Betriebe an. Bei der Möbelfab
 rikation werden laut Stadtchronik (1955) immer wieder „Neue Ideen…  in das 
 handwerkliche Schaffen hineingetragen“. Selbstbewusst wird die Qualität des
  Holzhandwerks seit 1925 einer Möbelmesse präsentiert.\nUnd so verwundert e
 s nicht, dass auch illustre Gäste eintrafen und umfangreich einkauften: Im 
 Oktober 1955 besuchte der Bruder des Königs von Saudi - Arabien, Prinz Abdu
 lla mit Gefolge die Kelkheimer Möbelausstellung und erteilte einen Großauft
 rag zur Lieferung von Möbeln in Kelkheim. Der Kaiser von Abessinien zeichne
 te 1956 die Kelkheimer Möbelfabrik Heinrich Bender &amp; Söhne für die Lief
 erung eines Arbeits- und zweier Schlafzimmer mit einer Goldmedaille aus. De
 r Innenarchitekt Richard Oppermann erhielt ebenso eine Goldmedaille für die
  Entwürfe der gesamten Inneneinrichtung des neuen kaiserlichen Schlosses, d
 eren Mobiliar in Kelkheim hergestellt wurde.\nHeute ist zwar die Anzahl der
  Betriebe in Kelkheim erheblich geschrumpft, dennoch wird weiterhin hochkar
 ätiges Mobiliar für namhafte Unternehmen und Persönlichkeiten hergestellt: 
 Dezente Hocker für Apple Stores oder Blattgold belegte Sitzmöbel für begüte
 rte chinesische Kunden stammen ebenso aus Kelkheim wie Designertische für b
 ekannte Schauspieler wie Brad Pitt und Gudrun Landgrebe oder für Fußballleg
 ende Rudi Völler.\nKursorische Vorstellung der Möbel des Jahres\nBei dem Rü
 ckblick auf die MdJ wurde deutlich, dass jedes Möbel eine besondere Geschic
 hte erzählt – über den Handwerker / die Handwerkerin, die Familie, den Schr
 einereibetrieb und auch wie das Möbelstück zum Museum fand und MdJ wurde.\n
 \nDie Stifter Cornelia und Peter Faber mit Bild seines Großvaters, Peter Ku
 nz, sowie der ehemalige Polizist Josef Becker\nAls erstes MdJ wurde in 2012
  eine Vitrine aus hochglanzpoliertem Nussbaumholz vorgestellt: das Meisters
 tück von Peter Kunz. Frau Dr. Matuschek konstatiert dem bodenständigen Schr
 einermeister, dass er mit der Gestaltung des edlen Stückes eine Versachlich
 ung des Jugendstils verfolgt hatte.\n\nAngesprochen wurde auch das einzig e
 rhaltene Klavier, das von Georg Kilp VI. als selbstspielendes Klavier mit m
 echanischen Notenrollen-Betrieb geplant, dann aber als bespielbares Klavier
  ausgebaut wurde. Der Münsterer Markus Watzlawik hatte das Klavier in seine
 r Garage und stiftete es dem Museum. Es wurde zum MdJ 2014.\n\nRüdiger Kraa
 tz stellte beim MdJ 2015, einem im Bauhaus-Stil gearbeiteten Schreib- und Z
 eichentisch aus Esche, die besondere Geschichte der Abiturientin Karin Scha
 de heraus, der zunächst ein Studium verwehrt war. Sie begann in 1958 eine S
 chreinerlehre und wurde mit einem Einser-Zeugnis die erste Schreinergeselli
 n im Main-Taunus-Kreis. Später studierte sie Kulturwissenschaften, ließ sic
 h als Bauzeichnerin ausbilden und erwarb das Diplom des Bauingenieurs.\n\nD
 as MdJ 2017, ein Frankfurter Schrank, der Ende der 1980er Jahre von dem Kel
 kheimer Schreinermeister Erwin Pleines und dem Schreiner Josip Gretic gefer
 tigt wurde, ist fester Bestandteil der Straße der Schaufenster in unserem M
 useum. Er besteht aus 500 kg Massivholz und 150 Teilen.\n\nAuch das MdJ 201
 8 war ein Meisterstück. Der Schreinergeselle Martin Tippel baute hierfür ei
 nen dreiteiligen Vitrinenschrank mit ausziehbarem Esstisch mit Makassar-Ebe
 nholz-Furnier. Herr Kraatz schilderte Herrn Tippel als Fischbacher Original
 , dessen Leidenschaft die Musik war. Er lernte Geige und brachte sich Mando
 line, Gitarre, Cello, Kontrabass, Trompete und Schlagzeug selbst bei. Mit s
 einem Bruder spielte er bei Veranstaltungen, in Cafes und selbst mit 90 Jah
 ren noch im Altersheim.\n\nDie 2. Vorsitzende Andrea Hillebrecht-Schulte be
 richtete zum MDJ 2019 über die zukunftsweisende Idee der Fa. Lange Innenaus
 bau Kelkheim, altes Handwerk in neuem Design zu präsentieren. So ist für de
 n Hocker „Gral“ zwar klassisches Möbelhandwerk erforderlich, dies jedoch mi
 t Unterstützung des Computers, um Passgenauigkeit zu erreichen. Die Firma w
 urde 1980 gegründet und produziert u.a. die Hocker für die Apple-Stores.\n\
 nGeplant war das MdJ 2020 / 2021 nur als Marketing-Gag. Das von Franz Kraem
 er in 1956 erfundene Rundbett erwies sich jedoch als Verkaufsschlager für d
 as Möbelhaus Stelzer und wurde rund 1.000 Mal verkauft. Frau Hillebrecht-Sc
 hulte wies daraufhin, dass die Familie Stelzer seit über 100 Jahren im Möbe
 lgeschäft ist und auch heute noch erfolgreich Haus- und Wohnungseinrichtung
 en plant und verkauft.\nDie sehr gelungene Broschüre wird kostenlos weiterg
 egeben und liegt im Museum und im Rathaus aus. Den fast 300 Mitgliedern des
  Museumsvereins wird sie zugestellt.\nDr. Beate Matuschek und Jürgen Moog\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="color: #993366;"></span><span s
 tyle="font-size: 18pt; color: #993366;"><strong>Vorstellung der Broschüre <
 /strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 1
 8pt; color: #993366;"><strong>„10 Jahre Meisterstücke made in Kelkheim“</st
 rong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Der Museumsverein hatte z
 u einem Pressegespräch am 19.08.2021, 11:00 Uhr in das Museum Kelkheim eing
 eladen, um die Hochglanzbroschüre zu präsentieren, mit der die „Möbel des J
 ahres“ 2012 – 2021 gewürdigt werden.</span></p><p><img src="https://www.mus
 eum-kelkheim.de/images/Vorstellung_Broschüre_MöbeldesJahres_19.08.2021_1.JP
 G" alt="Vorstellung Broschüre MöbeldesJahres 19.08.2021 1" width="560" heig
 ht="326" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Der 1. Vorsitzende des Mus
 eumsvereins, Jürgen Moog (links) stellte die Organisatoren der „Möbel des J
 ahres“ (MdJ) und das Redaktionsteam für die Broschüre vor. V.l.: Inge Voigt
 &nbsp; (Ideengeberin und Organisatorin der MdJ 2012-2014), Torsten Weigelt 
 (Redaktion), Dr. Beate Matuschek (Idee für Broschüre und Redaktion), Marian
 ne Bopp (Redaktion und Recherche), Edelgard Kleemann (Mitorganisation des M
 dJ 2014), Andrea Hillebrecht-Schulte (Organisation der MdJ 2019 und 2020/20
 21), Rüdiger Kraatz (Organisation der MdJ 2015-2018).</span></p><p><span st
 yle="font-size: 10pt;"><strong>Erfolgsmodell MdJ</strong></span></p><p><spa
 n style="font-size: 10pt;">Wir sind stolz darauf, dass wir in Kelkheim ein 
 anerkanntes Stadtmuseum mit einer Spezialsammlung für Möbelhandwerk und Sta
 dtgeschichte haben. Somit können wir dafür sorgen, dass die Vergangenheit u
 nserer Stadt bewahrt wird und Anregungen für unsere Zukunft gegeben werden.
  Dies gelingt jedoch nur, wenn das Museum attraktiv ist.</span></p><p><span
  style="font-size: 10pt;">2012 hatte die damalige 2. Vorsitzende Inge Voigt
  die wunderbare Idee, mit der Wahl des „Möbel des Jahres“ den Besucherinnen
  und Besuchern des Museums Kelkheim ein besonderes Möbelstück vorzustellen 
 und dabei an die 100-jährige Kelkheimer Möbelgeschichte zu erinnern.</span>
 </p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Vorstellung_Broschür
 e_MöbeldesJahres_19.08.2021_2.JPG" alt="Vorstellung Broschüre MöbeldesJahre
 s 19.08.2021 2" width="560" height="315" /></p><p><span style="font-size: 1
 0pt;">Laut Inge Voigt sind für den Erfolg des Museums Kelkheim eine hervorr
 agende Zusammenarbeit im Team und daraus resultierend Ideen zur Steigerung 
 der Attraktivität des Museums erforderlich. Eine gute Idee in 2012 war beis
 pielsweise die Durchführung von Trauungen im Museum. Leider scheiterte dies
  an fehlenden Parkplätzen.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Das 
 MdJ sorgte nicht nur bei seiner Vorstellung, sondern auch bei den Führungen
  zur Möbelgeschichte und auch beim normalen Museumsbetrieb für viele intere
 ssierte Besucherinnen und Besucher.</span></p><p><span style="font-size: 10
 pt;">Zusammen mit den im Museum ausgestellten Exponaten bietet das MdJ eine
  Bühne für die Geschichte der Kelkheimer Schreinereien und Möbelhäuser, sow
 ie für die Auseinandersetzung mit ihren Familientraditionen. Außerdem werde
 n die Kunstfertigkeit und der Ideenreichtum unserer Handwerker gewürdigt, m
 it denen sie zur „Möbelstadt Kelkheim“ beigetragen haben.</span></p><p><spa
 n style="font-size: 10pt;">Das „Möbel des Jahres“ entwickelte sich zum Erfo
 lgsmodell, welches ein fester, sehr erfolgreicher Bestandteil unseres Museu
 msprogramms geworden ist.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><stro
 ng>Rückblick auf die Anfänge der Sammlung und das Museum für Möbelhandwerk 
 und Stadtgeschichte</strong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><s
 trong>Die Ursprünge des heutigen Museums reichen bis in das Jahr 1985 zurüc
 k</strong>. Die Kulturreferentin Dr. Beate Matuschek berichtete, dass sich 
 damals eine „Bürgerinitiative Kelkheimer Heimatmuseum, ein Haus für Vergang
 enheit und Zukunft“ gründete. Ziel war es, an die ausgeprägte Handwerksgesc
 hichte Kelkheims zu erinnern.</span></p><p><img src="https://www.museum-kel
 kheim.de/images/Vorstellung_Broschüre_MöbeldesJahres_19.08.2021_4.JPG" alt=
 "Vorstellung Broschüre MöbeldesJahres 19.08.2021 4" width="560" height="286
 " /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Initiatoren waren der legendäre S
 tadtbaumeister Franz Ball sowie Innungsehrenobermeister Gregor Wolf, Schrei
 nermeister Karl Wiesemann und der Ingenieur Günter Stempel - allesamt histo
 risch engagierte Spezialisten im Ruhestand.</span></p><p><span style="font-
 size: 10pt;">Die Stadt Kelkheim förderte ihr Anliegen und motivierte sie, 1
 987 den Verein „Förderkreis Handwerk“ zu gründen. Damit nahm eine wechselvo
 lle Entwicklung nimmt ihren Lauf.</span></p><p><span style="font-size: 10pt
 ;">Mit Blick auf ein zukünftiges Museum entstand im Verlauf der Jahre eine 
 umfangreiche Sammlung aus Handwerksgeräten, Maschinen und Möbeln, die zunäc
 hst im Depot der Firma Sieder in der Pestalozzistraße, dann in den Räumen d
 es alten Hallenbades und schließlich in der Werkhalle der Zimmerei Prokasky
  in Eppenhain gelagert wurde.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">D
 as erstrebte Museum blieb jedoch 15 Jahre lang ein Traum. Zwar wurden versc
 hiedene Museumsstandorte diskutiert, aus unterschiedlichen Gründen allerdin
 gs verworfen.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Nach Einrichtung 
 eines Kulturreferats innerhalb der Stadtverwaltung Kelkheim im Jahr 1994 en
 tstand ein Museumskonzept, das zunächst für freiwerdende Räumlichkeiten am 
 Zauberberg entworfen wurde.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><st
 rong>Völlig unerwartet erhielt die Sammlung im Jahr 2000 eine Heimat am Sta
 ndort der ehemaligen Schreinerei Bender an der Frankfurter Straße 21. </str
 ong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Mit Freiwerden eines Ausst
 ellungsraumes im ersten Geschoss des <em>Holunder Hofes</em> bereitete Bürg
 ermeister Thomas Horn den Weg für die Anmietung und Einrichtung eines verei
 nsgeführten Museums. Die Mietkosten übernahm ein Sponsor.</span></p><p><spa
 n style="font-size: 10pt;">Damit verbunden war eine Neuausrichtung der Samm
 lung: weg vom allgemeinen „Handwerk“, hin zur Spezialisierung auf das „Möbe
 lhandwerk“, - ein Alleinstellungsmerkmal, das Kelkheim im Verlauf von 150 J
 ahren zur überregional bekannten „Möbelstadt“ werden ließ.</span></p><p><sp
 an style="font-size: 10pt;">Im Jahr 2004 konnte erstmals ein „Museum Kelkhe
 im – Sammlung für Möbelhandwerk und Stadtgeschichte“ im Beisein der damalig
 en Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Ruth Wagner, eröffnet werden. Der
  Verein nennt sich fortan „Museumsverein Kelkheim - Förderkreis für Möbelha
 ndwerks- und Stadtgeschichte“.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">
 <strong>Das Museum – Wertschätzung der Kreativität von Kelkheimer Schreiner
 n </strong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Kelkheimer Handwerk
 er zeichnten sich durch Erfindungsreichtum aus. Sie gehörten zu den ersten,
  die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts im Nebenerwerb günstiges Mobiliar f
 ür eine industriell aufstrebende Region fertigen und sich nicht scheuen, da
 für raumsparende Maschinenkombinationen herzustellen. Die ehemals armen Tau
 nusdörfer entwickelten sich zur wirtschaftlich aufstrebenden „Möbelstadt“.<
 /span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Im 20. Jahrhundert wuchsen die 
 Schreinereien in den Stadtteilen des heutigen Kelkheim auf rund 300 Betrieb
 e an. Bei der Möbelfabrikation werden laut Stadtchronik (1955) immer wieder
  „Neue Ideen…&nbsp; in das handwerkliche Schaffen hineingetragen“. Selbstbe
 wusst wird die Qualität des Holzhandwerks seit 1925 einer Möbelmesse präsen
 tiert.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Und so verwundert es nic
 ht, dass auch illustre Gäste eintrafen und umfangreich einkauften: Im Oktob
 er 1955 besuchte der Bruder des Königs von Saudi - Arabien, Prinz Abdulla m
 it Gefolge die Kelkheimer Möbelausstellung und erteilte einen Großauftrag z
 ur Lieferung von Möbeln in Kelkheim. Der Kaiser von Abessinien zeichnete 19
 56 die Kelkheimer Möbelfabrik Heinrich Bender &amp; Söhne für die Lieferung
  eines Arbeits- und zweier Schlafzimmer mit einer Goldmedaille aus. Der Inn
 enarchitekt Richard Oppermann erhielt ebenso eine Goldmedaille für die Entw
 ürfe der gesamten Inneneinrichtung des neuen kaiserlichen Schlosses, deren 
 Mobiliar in Kelkheim hergestellt wurde.</span></p><p><span style="font-size
 : 10pt;">Heute ist zwar die Anzahl der Betriebe in Kelkheim erheblich gesch
 rumpft, dennoch wird weiterhin hochkarätiges Mobiliar für namhafte Unterneh
 men und Persönlichkeiten hergestellt: Dezente Hocker für <em>Apple Stores</
 em> oder Blattgold belegte Sitzmöbel für begüterte chinesische Kunden stamm
 en ebenso aus Kelkheim wie Designertische für bekannte Schauspieler wie Bra
 d Pitt und Gudrun Landgrebe oder für Fußballlegende Rudi Völler.</span></p>
 <p><span style="font-size: 10pt;"><strong>Kursorische Vorstellung der Möbel
  des Jahres</strong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Bei dem Rü
 ckblick auf die MdJ wurde deutlich, dass jedes Möbel eine besondere Geschic
 hte erzählt – über den Handwerker / die Handwerkerin, die Familie, den Schr
 einereibetrieb und auch wie das Möbelstück zum Museum fand und MdJ wurde.</
 span></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/MdJ_2012_01.jpg
 " alt="MdJ 2012 01" width="560" height="326" /></p><p><em>Die Stifter Corne
 lia und Peter Faber mit Bild seines Großvaters, Peter Kunz, sowie der ehema
 lige Polizist Josef Becker</em></p><p><span style="font-size: 10pt;">Als er
 stes MdJ wurde in <strong>2012</strong> eine Vitrine aus hochglanzpoliertem
  Nussbaumholz vorgestellt: das Meisterstück von Peter Kunz. Frau Dr. Matusc
 hek konstatiert dem bodenständigen Schreinermeister, dass er mit der Gestal
 tung des edlen Stückes eine Versachlichung des Jugendstils verfolgt hatte.<
 /span></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/MdJ_2014_1.jpg
 " alt="MdJ 2014 1" width="560" height="338" /></p><p><span style="font-size
 : 10pt;">Angesprochen wurde auch das einzig erhaltene Klavier, das von Geor
 g Kilp VI. als selbstspielendes Klavier mit mechanischen Notenrollen-Betrie
 b geplant, dann aber als bespielbares Klavier ausgebaut wurde. Der Münstere
 r Markus Watzlawik hatte das Klavier in seiner Garage und stiftete es dem M
 useum. Es wurde zum <strong>MdJ 2014</strong>.</span></p><p><img src="https
 ://www.museum-kelkheim.de/images/MdJ_2015_1.jpg" alt="MdJ 2015 1" width="56
 0" height="320" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Rüdiger Kraatz stel
 lte beim <strong>MdJ 2015</strong>, einem im Bauhaus-Stil gearbeiteten Schr
 eib- und Zeichentisch aus Esche, die besondere Geschichte der Abiturientin 
 Karin Schade heraus, der zunächst ein Studium verwehrt war. Sie begann in 1
 958 eine Schreinerlehre und wurde mit einem Einser-Zeugnis die erste Schrei
 nergesellin im Main-Taunus-Kreis. Später studierte sie Kulturwissenschaften
 , ließ sich als Bauzeichnerin ausbilden und erwarb das Diplom des Bauingeni
 eurs.</span></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/MdJ_2017
 _1.jpg" alt="MdJ 2017 1" width="560" height="358" /></p><p><span style="fon
 t-size: 10pt;">Das <strong>MdJ 2017, </strong>ein Frankfurter Schrank, der 
 Ende der 1980er Jahre von dem Kelkheimer Schreinermeister Erwin Pleines und
  dem Schreiner Josip Gretic gefertigt wurde, ist fester Bestandteil der Str
 aße der Schaufenster in unserem Museum. Er besteht aus 500 kg Massivholz un
 d 150 Teilen.</span></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/
 MdJ_2018_1.jpg" alt="MdJ 2018 1" width="560" height="315" /></p><p><span st
 yle="font-size: 10pt;">Auch das <strong>MdJ 2018</strong> war ein Meisterst
 ück. Der Schreinergeselle Martin Tippel baute hierfür einen dreiteiligen Vi
 trinenschrank mit ausziehbarem Esstisch mit Makassar-Ebenholz-Furnier. Herr
  Kraatz schilderte Herrn Tippel als Fischbacher Original, dessen Leidenscha
 ft die Musik war. Er lernte Geige und brachte sich Mandoline, Gitarre, Cell
 o, Kontrabass, Trompete und Schlagzeug selbst bei. Mit seinem Bruder spielt
 e er bei Veranstaltungen, in Cafes und selbst mit 90 Jahren noch im Altersh
 eim.</span></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/MdJ_2019_
 1a.jpg" alt="MdJ 2019 1a" width="560" height="315" /></p><p><span style="fo
 nt-size: 10pt;">Die 2. Vorsitzende Andrea Hillebrecht-Schulte berichtete zu
 m <strong>MDJ 2019 </strong>über die zukunftsweisende Idee der Fa. Lange In
 nenausbau Kelkheim, altes Handwerk in neuem Design zu präsentieren. So ist 
 für den Hocker „Gral“ zwar klassisches Möbelhandwerk erforderlich, dies jed
 och mit Unterstützung des Computers, um Passgenauigkeit zu erreichen. Die F
 irma wurde 1980 gegründet und produziert u.a. die Hocker für die Apple-Stor
 es.</span></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/MdJ_2020_1
 .jpg" alt="MdJ 2020 1" width="560" height="280" /></p><p><span style="font-
 size: 10pt;">Geplant war das <strong>MdJ 2020 / 2021</strong> nur als Marke
 ting-Gag. Das von Franz Kraemer in 1956 erfundene Rundbett erwies sich jedo
 ch als Verkaufsschlager für das Möbelhaus Stelzer und wurde rund 1.000 Mal 
 verkauft. Frau Hillebrecht-Schulte wies daraufhin, dass die Familie Stelzer
  seit über 100 Jahren im Möbelgeschäft ist und auch heute noch erfolgreich 
 Haus- und Wohnungseinrichtungen plant und verkauft.</span></p><p><span styl
 e="font-size: 10pt;">Die sehr gelungene Broschüre wird kostenlos weitergege
 ben und liegt im Museum und im Rathaus aus. Den fast 300 Mitgliedern des Mu
 seumsvereins wird sie zugestellt.</span></p><p><span style="font-size: 10pt
 ;">Dr. Beate Matuschek und Jürgen Moog</span></p>
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