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SUMMARY:Historische Führung durch die Kelkheimer Hauptstraße (Artikel von Marianne Bopp und Julian Wirth)
DESCRIPTION:Zeitreise durch Kelkheims historisches Herz \nmit Museumspädagogin Marianne
  Bopp \nund Historiker Julian Wirth\nErneut luden Museumspädagogin Marianne
  Bopp und Historiker Julian Wirth zu einer Führung durch das historische He
 rz der Stadt – der Hauptstraße – ein. Der Einladung folgten zahlreiche Besu
 cherinnen und Besucher. Darunter ehemalige und derzeitige Anwohner der Stra
 ße, Geschichtsinteressierte und „Kelkheimneugierige“.\n\nDie Hauptstraße bi
 ldet den Nukleus der heutigen Stadt Kelkheim. Hier setzt die Geschichte ein
 es kleinen Dorfes ein, das erstmals 880 n. Chr. in einer karolingischen Urk
 unde erwähnt wird. Zu Recht, so betonte Wirth zu Anfang der Führung, könne 
 man Kelkheim deshalb als „königlich“ bezeichnen.\n\nJulian Wirth legte den 
 Schwerpunkt seiner Erzählung bei der 1 ½ stündigen Führung auf die Zeit vor
  der industriellen Revolution. Am „Gespensterhaus“ (Hauptstraße 49) beginne
 nd, erzählte er vom Aussehen des ehemaligen Dorfes, seiner Ortsbefestigung 
 mit Unter- und Obertor und der „Judenhohl“.  Die zahlreichen Fachwerkhäuser
  stammen zumeist aus dem 17. und 18. Jahrhundert, so Wirth. Eines dieser Hä
 user sticht dabei besonders heraus: das „Gespensterhaus“, ein ehemaliges so
 genanntes Wohn-Scheune-Haus, kann laut Wirth als architektonisches Kuriosum
  unserer Stadt bezeichnet werden. Die ärmlich anmutenden Lebensverhältnisse
  des 18. Jahrhunderts lassen sich an ihm besonders gut nachvollziehen.\n\nM
 useumspädagogin Marianne Bopp zeigt einen Plan mit der Hauptstraße und den 
 mit Hobeln markierten Schreinereien. \nMarianne Bopp wiederum legte ihren e
 rzählerischen Schwerpunkt auf die Zeit um und nach 1850. Als Nebenerwerb wu
 rden die Schreinerei und das Möbelhandwerk immer wichtiger. Sie prägten Kel
 kheims Wirtschaften und Wirtschaft. Die Schreiner begründeten Kelkheims Ruh
 m als „Stadt der Möbel“.\n\nMöbelfabrik Wilhelm Dichmann in 1908 und die Be
 legschaft in 1909\n\nMöbelfabrik Wilhelm Dichmann mit Sägewerk und Teich in
  1960\n\nFabrikhalle mit Herstellung von Furnieren, Marianne Bopp zeigt ein
  Bild von der Werksbahn\nDas Unternehmen Dichmann war für das Dorf und spät
 er die Stadt von herausragender Bedeutung. Teure Hölzer aus weit entfernten
  Ländern trafen in Kelkheim ein und wurden hier den Wünschen der Kunden ent
 sprechend weiterverarbeitet.\nDen großen Brand von 1671 bezeichnete Wirth a
 ls Zäsur in Kelkheims Geschichte. Damals wurde fast das gesamte Dorf vernic
 htet. Kurfürst Johann Philipp von Schönborn war es zu verdanken, dass das L
 eid der Menschen zumindest etwas gelindert werden konnte.\n\nMarianne Bopp 
 erzählte den Besuchern von der Errichtung der Kapelle von 1891/92, die mit 
 viel Eigenleistung der Kelkheimer Katholiken gelang. Seit 1938, als Kelkhei
 m mit Hornau und Münster vereinigt die Stadtrechte bekam, darf sie sich Sta
 dtkapelle nennen.\n\nAls besonders gewinnbringend empfanden Bopp und Wirth 
 die Anmerkungen, Fragen und Erzählungen der Besucherinnen und Besucher der 
 Führung. Die Autoren dieser Zeilen bedanken sich hierfür ausdrücklich.\nDer
  herzliche Dank der Verfasser dieses Artikels gilt neben den Besuchern ihre
 r Führung auch Herrn Jürgen Moog vom Museumsverein.\nText: Marianne Bopp un
 d Julian Wirth\nFotos: Jürgen Moog\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Zeitreise durch Kelkheims historisches Herz </strong></span></p>
 <p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000
 ;"><strong>mit Museumspädagogin Marianne Bopp </strong></span></p><p style=
 "text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000;"><stron
 g>und Historiker Julian Wirth</strong></span></p><p>Erneut luden Museumspäd
 agogin Marianne Bopp und Historiker Julian Wirth zu einer Führung durch das
  historische Herz der Stadt – der Hauptstraße – ein. Der Einladung folgten 
 zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Darunter ehemalige und derzeitige An
 wohner der Straße, Geschichtsinteressierte und „Kelkheimneugierige“.</p><p>
 <img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung_24.04.2
 022_1.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 1" width="560" height="280" 
 /></p><p>Die Hauptstraße bildet den Nukleus der heutigen Stadt Kelkheim. Hi
 er setzt die Geschichte eines kleinen Dorfes ein, das erstmals 880 n. Chr. 
 in einer karolingischen Urkunde erwähnt wird. Zu Recht, so betonte Wirth zu
  Anfang der Führung, könne man Kelkheim deshalb als „königlich“ bezeichnen.
 </p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung_
 24.04.2022_2.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 2" width="560" height
 ="280" /></p><p>Julian Wirth legte den Schwerpunkt seiner Erzählung bei der
  1 ½ stündigen Führung auf die Zeit vor der industriellen Revolution. Am „G
 espensterhaus“ (Hauptstraße 49) beginnend, erzählte er vom Aussehen des ehe
 maligen Dorfes, seiner Ortsbefestigung mit Unter- und Obertor und der „Jude
 nhohl“.&nbsp; Die zahlreichen Fachwerkhäuser stammen zumeist aus dem 17. un
 d 18. Jahrhundert, so Wirth. Eines dieser Häuser sticht dabei besonders her
 aus: das „Gespensterhaus“, ein ehemaliges sogenanntes Wohn-Scheune-Haus, ka
 nn laut Wirth als architektonisches Kuriosum unserer Stadt bezeichnet werde
 n. Die ärmlich anmutenden Lebensverhältnisse des 18. Jahrhunderts lassen si
 ch an ihm besonders gut nachvollziehen.</p><p><img src="https://www.museum-
 kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_3.jpg" alt="Hauptstraßenf
 ührung 24.04.2022 3" width="560" height="280" /></p><p><em>Museumspädagogin
  Marianne Bopp zeigt einen Plan mit der Hauptstraße und den mit Hobeln mark
 ierten Schreinereien.&nbsp;</em></p><p>Marianne Bopp wiederum legte ihren e
 rzählerischen Schwerpunkt auf die Zeit um und nach 1850. Als Nebenerwerb wu
 rden die Schreinerei und das Möbelhandwerk immer wichtiger. Sie prägten Kel
 kheims Wirtschaften und Wirtschaft. Die Schreiner begründeten Kelkheims Ruh
 m als „Stadt der Möbel“.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/ima
 ges/Hauptstraßenführung_24.04.2022_10.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.04.2
 022 10" width="560" height="171" /></p><p><em>Möbelfabrik Wilhelm Dichmann 
 in 1908 und die Belegschaft in 1909</em></p><p><img src="https://www.museum
 -kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_9.jpg" alt="Hauptstraßen
 führung 24.04.2022 9" width="560" height="274" /></p><p><em>Möbelfabrik Wil
 helm Dichmann mit Sägewerk und Teich in 1960</em></p><p><img src="https://w
 ww.museum-kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_7.jpg" alt="Hau
 ptstraßenführung 24.04.2022 7" width="560" height="280" /></p><p><em>Fabrik
 halle mit Herstellung von Furnieren, Marianne Bopp zeigt ein Bild von der W
 erksbahn</em></p><p>Das Unternehmen Dichmann war für das Dorf und später di
 e Stadt von herausragender Bedeutung. Teure Hölzer aus weit entfernten Länd
 ern trafen in Kelkheim ein und wurden hier den Wünschen der Kunden entsprec
 hend weiterverarbeitet.</p><p>Den großen Brand von 1671 bezeichnete Wirth a
 ls Zäsur in Kelkheims Geschichte. Damals wurde fast das gesamte Dorf vernic
 htet. Kurfürst Johann Philipp von Schönborn war es zu verdanken, dass das L
 eid der Menschen zumindest etwas gelindert werden konnte.</p><p><img src="h
 ttps://www.museum-kelkheim.de/images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_5.jpg" 
 alt="Hauptstraßenführung 24.04.2022 5" width="560" height="280" /></p><p>Ma
 rianne Bopp erzählte den Besuchern von der Errichtung der Kapelle von 1891/
 92, die mit viel Eigenleistung der Kelkheimer Katholiken gelang. Seit 1938,
  als Kelkheim mit Hornau und Münster vereinigt die Stadtrechte bekam, darf 
 sie sich Stadtkapelle nennen.</p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.d
 e/images/Hauptstraßenführung_24.04.2022_6.jpg" alt="Hauptstraßenführung 24.
 04.2022 6" width="560" height="315" /></p><p>Als besonders gewinnbringend e
 mpfanden Bopp und Wirth die Anmerkungen, Fragen und Erzählungen der Besuche
 rinnen und Besucher der Führung. Die Autoren dieser Zeilen bedanken sich hi
 erfür ausdrücklich.</p><p>Der herzliche Dank der Verfasser dieses Artikels 
 gilt neben den Besuchern ihrer Führung auch Herrn Jürgen Moog vom Museumsve
 rein.</p><p>Text: Marianne Bopp und Julian Wirth</p><p>Fotos: Jürgen Moog</
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