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SUMMARY:Präsentation von Bildern des Ruppertshainer Expressionisten Adam Wallauer (Artikel von Marianne Bopp)
LOCATION:Museum Kelkheim 
DESCRIPTION:Kunstentdeckungen in Kelkheim\nBilder des Ruppertshainer Expressionisten Ad
 am Wallauer\naus der Kunstsammlung des Museums Kelkheim\nam Sonntag, 4. Dez
 ember 2022, 15:00 bis 16:00 Uhr\nim Museum Kelkheim\n präsentiert von\nMuse
 umspädagogin Marianne Bopp \nEs war die letzte Gelegenheit, einen Vortrag n
 achzuholen, der schon für den November 2020 geplant war und der – Sie ahnen
  es – wegen Corona verschoben werden musste. Denn die im Museum Kelkheim au
 sgestellten Werke des Ruppertshainer Expressionisten Adam Wallauer werden j
 etzt nach zwei Jahren gut verpackt, um den Platz wieder für das Möbel des J
 ahres freizumachen und auf eine noch bessere Präsentation im neuen Museum a
 n der Feldbergstraße zu warten.\n\nSo hatten sich interessierte Kelkheimer 
 am zweiten Advent im Museum eingefunden, um Adam Wallauer (1915 – 2003) und
  seine Werke näher kennenzulernen.\nDer Ruppertshainer wuchs direkt neben d
 er Schule auf. Es waren schwere Zeiten, wie die Chronik über Ruppertshain b
 erichtet, mit Besatzung und Naturkatastrophen. Auch sein Vater bekam wie al
 le Bäcker genaue Vorschriften, wann und wieviel er backen durfte. Der Junge
  aber nutzte die Zeit der Schuljahre, um Zeichnungen seines großen Vorbilds
  Albrecht Dürer zu kopieren, so viele, dass in Zimmer und Küche bald alle W
 ände gefüllt waren. In seiner Lehrzeit als Weißbinder lernte er den bekannt
 en Münchener Künstler Max Haenger jr. (1898-1961) kennen, der einige Jahre 
 in Kelkheim wohnte. \n\nMarianne Bopp zeigt eine Radierung von Max Haenger 
 von 1929, die Kelkheim mit Blick auf das Kloster darstellt.\nVon ihm stammt
  das große Gemälde im Gartensaal des Kelheimer Rathaus‘, zu dem in der Auss
 tellung das Werk „Kelkheim 1924“ hing. Haenger förderte den begabten Jungen
  und erreichte für ihn ein Stipendium an der Städelschen Kunstschule in Fra
 nkfurt. Dort lernte er bei Max Beckmann, dessen Selbstportrait wenige Tage 
 vor dem Vortrag für 20 Millionen Euro als teuerstes Gemälde bei einer deuts
 chen Auktion versteigert worden war. Ganz so hoch werden die Werke von Wall
 auer leider nicht gehandelt. Und deshalb wollte das Museum Wiesbaden die ih
 m angebotenen Gemälde auch nicht übernehmen, fädelte aber den Kontakt zum M
 useumsverein Kelkheim ein. Wie diese 11 Wallauer-Werke eines Sammlers dann 
 aus einem Container gerettet werden konnten und ins Museum kamen, berichtet
 e Jürgen Moog, Vorstand des Museumsvereins. \n\n\nAm 13.11.2021 wurden in O
 ffenbach durch die Erbengemeinschaft Dr. Heinrich König -11- Gemälde des Ma
 lers Adam Wallauer übergeben. Die Gemälde lagerten seit vielen Jahren in ei
 nem Container einer Offenbacher Firma. Das Museum Wiesbaden hatte den Konta
 kt der Erbengemeinschaft zum Museum Kelkheim vermittelt, da es wusste, dass
  hier bereits einer Wallauer-Sammlung bestand. Ansonsten wären die Bilder e
 ntsorgt worden.\nWeiter ging der Vortrag über die nächsten Stationen Wallau
 ers: an der Weimarer Kunsthochschule bei Walther Klemm, in Düsseldorf an de
 r Landakademie von Heinrich Nauen und in Berlin bei Karl Schmidt-Rottluff. 
 Jeweils wurde ein Werk der Lehrer in Beziehung gesetzt zu einem Werk Wallau
 ers in der Ausstellung. So wurde deutlich, dass seine Werke die Kunstströmu
 ngen der Klassischen Moderne in Deutschland spiegeln. Der Künstler Adam Wal
 lauer konnte immerhin mit seiner Malerei den Lebensunterhalt für sich, sein
 e Frau und die 6 Stiefkinder verdienen. Er hatte zahlreiche Ausstellungen i
 n Deutschland, 1957 in den USA, 1958 in Südafrika, 1962 in Brasilien und im
  Jahr 2000 in Paris.\nUnter den Zuhörern war auch eine entfernte Verwandte 
 des Künstlers. Sie erinnerte sich an den Besuch der Wallauer-Ausstellung in
  Wiesbaden, bei dem sie vergeblich gehofft hatte, Wolfgang Nesselberger, ei
 nen Stiefsohn Wallauers, zu treffen. Diese Hoffnung wurde auch bei unserem 
 Vortrag leider nicht erfüllt. Aber er war es, der im Jahr 2000 in der Ruppe
 rtshainer Matthäuskirche mit einer Tagesausstellung seinen Stiefvater den K
 elkheimern wieder ins Gedächtnis rief.\n\nDen Abschluss des Vortrags bildet
 e das großformatige und besonders beeindruckende Gemälde „Hof Leni Roth in 
 Lenzhahn“, aus den letzten Jahren des Künstlers.\nIch bedanke mich für die 
 große Unterstützung bei Dorothee Sommer, Willi Dorn und Jürgen Moog, der au
 ch die wunderbaren Fotos beigesteuert hat.\nText: Marianne Bopp\nFotos: Jür
 gen Moog\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000; font-size: 24pt
 ;"><strong>Kunstentdeckungen in Kelkheim</strong></span></p><p style="text-
 align: center;"><span style="color: #ff6600; font-size: 14pt;"><strong>Bild
 er des Ruppertshainer Expressionisten Adam Wallauer</strong></span></p><p s
 tyle="text-align: center;"><span style="color: #ff6600; font-size: 14pt;"><
 strong>aus der Kunstsammlung des Museums Kelkheim</strong></span></p><p sty
 le="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff6600;"><st
 rong>am Sonntag, 4. Dezember 2022, 15:00 bis 16:00 Uhr</strong></span></p><
 p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff6600;
 "><strong>im Museum Kelkheim</strong></span></p><p style="text-align: cente
 r;"><span style="font-size: 14pt; color: #000000;"><strong>&nbsp;</strong><
 strong>präsentiert von</strong></span></p><p style="text-align: center;"><s
 pan style="font-size: 14pt; color: #000000;"><strong>Museumspädagogin Maria
 nne Bopp </strong></span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Es war die l
 etzte Gelegenheit, einen Vortrag nachzuholen, der schon für den November 20
 20 geplant war und der – Sie ahnen es – wegen Corona verschoben werden muss
 te. Denn die im Museum Kelkheim ausgestellten Werke des Ruppertshainer Expr
 essionisten Adam Wallauer werden jetzt nach zwei Jahren gut verpackt, um de
 n Platz wieder für das Möbel des Jahres freizumachen und auf eine noch bess
 ere Präsentation im neuen Museum an der Feldbergstraße zu warten.</span></p
 ><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Vortrag_Marianne_Bopp_ü
 ber_Adam_Wallauer_04.12.2022_1.jpg" alt="Vortrag Marianne Bopp über Adam Wa
 llauer 04.12.2022 1" width="560" height="280" /></p><p><span style="font-si
 ze: 10pt;">So hatten sich interessierte Kelkheimer am zweiten Advent im Mus
 eum eingefunden, um Adam Wallauer (1915 – 2003) und seine Werke näher kenne
 nzulernen.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Der Ruppertshainer w
 uchs direkt neben der Schule auf. Es waren schwere Zeiten, wie die Chronik 
 über Ruppertshain berichtet, mit Besatzung und Naturkatastrophen. Auch sein
  Vater bekam wie alle Bäcker genaue Vorschriften, wann und wieviel er backe
 n durfte. Der Junge aber nutzte die Zeit der Schuljahre, um Zeichnungen sei
 nes großen Vorbilds Albrecht Dürer zu kopieren, so viele, dass in Zimmer un
 d Küche bald alle Wände gefüllt waren. In seiner Lehrzeit als Weißbinder le
 rnte er den bekannten Münchener Künstler Max Haenger jr. (1898-1961) kennen
 , der einige Jahre in Kelkheim wohnte. </span></p><p><img src="https://www.
 museum-kelkheim.de/images/Vortrag_Marianne_Bopp_über_Adam_Wallauer_04.12.20
 22_2.jpg" alt="Vortrag Marianne Bopp über Adam Wallauer 04.12.2022 2" width
 ="560" height="280" /></p><p><em>Marianne Bopp zeigt eine Radierung von Max
  Haenger von 1929, die Kelkheim mit Blick auf das Kloster darstellt.</em></
 p><p><span style="font-size: 10pt;">Von ihm stammt das große Gemälde im Gar
 tensaal des Kelheimer Rathaus‘, zu dem in der Ausstellung das Werk „Kelkhei
 m 1924“ hing. Haenger förderte den begabten Jungen und erreichte für ihn ei
 n Stipendium an der Städelschen Kunstschule in Frankfurt. Dort lernte er be
 i Max Beckmann, dessen Selbstportrait wenige Tage vor dem Vortrag für 20 Mi
 llionen Euro als teuerstes Gemälde bei einer deutschen Auktion versteigert 
 worden war. Ganz so hoch werden die Werke von Wallauer leider nicht gehande
 lt. Und deshalb wollte das Museum Wiesbaden die ihm angebotenen Gemälde auc
 h nicht übernehmen, fädelte aber den Kontakt zum Museumsverein Kelkheim ein
 . Wie diese 11 Wallauer-Werke eines Sammlers dann aus einem Container geret
 tet werden konnten und ins Museum kamen, berichtete Jürgen Moog, Vorstand d
 es Museumsvereins. </span></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/i
 mages/Vortrag_Marianne_Bopp_über_Adam_Wallauer_04.12.2022_4.jpg" alt="Vortr
 ag Marianne Bopp über Adam Wallauer 04.12.2022 4" width="560" height="280" 
 /></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Vortrag_Marianne_B
 opp_über_Adam_Wallauer_04.12.2022_5.jpg" alt="Vortrag Marianne Bopp über Ad
 am Wallauer 04.12.2022 5" width="560" height="300" /></p><p><em>Am 13.11.20
 21 wurden in Offenbach durch die Erbengemeinschaft Dr. Heinrich König -11- 
 Gemälde des Malers Adam Wallauer übergeben. Die Gemälde lagerten seit viele
 n Jahren in einem Container einer Offenbacher Firma. Das Museum Wiesbaden h
 atte den Kontakt der Erbengemeinschaft zum Museum Kelkheim vermittelt, da e
 s wusste, dass hier bereits einer Wallauer-Sammlung bestand. Ansonsten wäre
 n die Bilder entsorgt worden.</em></p><p><span style="font-size: 10pt;">Wei
 ter ging der Vortrag über die nächsten Stationen Wallauers: an der Weimarer
  Kunsthochschule bei Walther Klemm, in Düsseldorf an der Landakademie von H
 einrich Nauen und in Berlin bei Karl Schmidt-Rottluff. Jeweils wurde ein We
 rk der Lehrer in Beziehung gesetzt zu einem Werk Wallauers in der Ausstellu
 ng. So wurde deutlich, dass seine Werke die Kunstströmungen der Klassischen
  Moderne in Deutschland spiegeln. Der Künstler Adam Wallauer konnte immerhi
 n mit seiner Malerei den Lebensunterhalt für sich, seine Frau und die 6 Sti
 efkinder verdienen. Er hatte zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, 1957 
 in den USA, 1958 in Südafrika, 1962 in Brasilien und im Jahr 2000 in Paris.
 </span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Unter den Zuhörern war auch ei
 ne entfernte Verwandte des Künstlers. Sie erinnerte sich an den Besuch der 
 Wallauer-Ausstellung in Wiesbaden, bei dem sie vergeblich gehofft hatte, Wo
 lfgang Nesselberger, einen Stiefsohn Wallauers, zu treffen. Diese Hoffnung 
 wurde auch bei unserem Vortrag leider nicht erfüllt. Aber er war es, der im
  Jahr 2000 in der Ruppertshainer Matthäuskirche mit einer Tagesausstellung 
 seinen Stiefvater den Kelkheimern wieder ins Gedächtnis rief.</span></p><p>
 <img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/AdamWallauer.jpg" alt="Adam
 Wallauer" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Den Abschluss des Vortrag
 s bildete das großformatige und besonders beeindruckende Gemälde „Hof Leni 
 Roth in Lenzhahn“, aus den letzten Jahren des Künstlers.</span></p><p><span
  style="font-size: 10pt;"><em>Ich bedanke mich für die große Unterstützung 
 bei Dorothee Sommer, Willi Dorn und Jürgen Moog, der auch die wunderbaren F
 otos beigesteuert hat.</em></span></p><p>Text: Marianne Bopp</p><p>Fotos: J
 ürgen Moog</p>
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