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SUMMARY:Sonderführungen Möbel des Jahres 2023 im Rahmen des Internationalen Museumstages (Artikel von Marianne Bopp)
LOCATION:Museum Kelkheim 
DESCRIPTION:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Internationaler Museumstag am 21. Mai 2023</strong></span></p><p
  style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000;"
 ><strong>Motto: Nachhaltigkeit und Wohlbefinden</strong></span></p><p style
 ="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff6600;"><stro
 ng>Angebot im Museum Kelkheim – Sammlung für Möbelhandwerk und Stadtgeschic
 hte:</strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-si
 ze: 14pt; color: #ff6600;"><strong>LOUIS-PHILIPP SITZMOBILIAR</strong></spa
 n></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #
 ff6600;"><strong>AUS DEM HOFGUT DER FREIHERREN VON GAGERN</strong></span></
 p><p><img src="images/LesungTorsten_Weigelt-11.12.2022_2.JPG" alt="LesungTo
 rsten Weigelt 11.12.2022 2" width="560" height="240" /></p><p><span style="
 font-size: 10pt;">Das <strong>Hofgut in Kelkheim-Hornau</strong> war in der
  ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie der <strong>Freih
 erren von Gagern</strong>. Zu ihr gehörte <strong>Heinrich von Gagern</stro
 ng>, der <strong>Präsident der Nationalversammlung in der Paulskirche in Fr
 ankfurt</strong>.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Zum <strong>1
 75-jährigen Jubiläum</strong> dieses ersten deutschen Parlaments präsentier
 t das <strong>Museum Kelkheim</strong> als <strong>Möbel des Jahres</strong
 > ein <strong>Salonsofa aus dem Hofgut</strong> und <strong>historische Stü
 hle</strong>, letztere aus dem Besitz von <strong>Heinrich von Gagern</stro
 ng> - alles im <strong>Louis-Philippe-Stil</strong>.</span></p><p><span sty
 le="font-size: 10pt;">Das Mobiliar des Hofguts wurde Anfang des 20. Jahrhun
 derts <strong>versteigert</strong>. Das Sofa wird seitdem in der Hornauer F
 amilie der <strong>Leihgeberin Katharina Kofler</strong>, aktives Mitglied 
 des Museumsvereins, <strong>nachhaltig genutzt</strong> und trägt weiterhin
  zu deren <strong>Wohlbefinden</strong> bei.</span></p><p><span style="font
 -size: 10pt;">Es bot sich also an, dieses <strong>Sitzmobiliar</strong> am 
 <strong>Internationalen Museumstag</strong> besonders zu würdigen.</span></
 p><p><img src="images/InternationalerMuseumstagFührungMarianneBoppMdJ_21.05
 .2023_2.JPG" alt="InternationalerMuseumstagFührungMarianneBoppMdJ 21.05.202
 3 2" width="560" height="280" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Auch 
 die Museumsbesucher – sie kamen sogar aus Hofheim und Offenbach – sollten s
 ich wohlfühlen. So bot Petra Krause aus dem Vorstand des Museumsvereins zur
  Führung <strong>selbstgekelterten Apfelwein</strong> und -saft aus <strong
 >historischen „Gerippten“</strong> ihres privaten Apfelweinglas-Museums an.
 </span></p><p><img src="images/InternationalerMuseumstagFührungMarianneBopp
 MdJ_21.05.2023_1.JPG" alt="InternationalerMuseumstagFührungMarianneBoppMdJ 
 21.05.2023 1" width="560" height="305" /></p><p><span style="font-size: 10p
 t;">Marianne Bopp stellte als erstes die Exponate vor, die mit dem <strong>
 Salonsofa </strong>und den<strong> Stühlen</strong> ein <strong>zeittypisch
 es Ensemble</strong> bilden: einen achteckigen <strong>Intarsien-Tisch</str
 ong>, einen <strong>ovalen Spiegel mit originaler Vergoldung</strong> und d
 ie gerahmten Portraits von <strong>Hans Christoph Freiherr von Gagern </str
 ong>und seiner Frau <strong>Caroline Freifrau von Gagern</strong>, genannt 
 Charlotte. Das Ehepaar hatte zehn Kinder und empfing berühmte Gäste im Hofg
 ut in einem <strong>repräsentativen Salon</strong>, in dem vermutlich schon
  das Salonsofa gestanden hat.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">D
 ie Geschichte der <strong>Familie der Leihgeberin</strong> erstaunte die Gä
 ste: Als die Großmutter um 1910 das Sofa ersteigerte, war ihr in Lothringen
  geborener Mann schon aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrt. Dort hatte
  er im bekannten Hotel Waldorf Astoria gearbeitet. Mit seiner Familie zog e
 r auch für kurze Zeit in seine Heimat; bald war man aber zurück in Hornau, 
 das mit Strom und fließendem Wasser schon bescheidenen Komfort bot. Französ
 isch blieb wichtig für die Familie.</span></p><p><span style="font-size: 10
 pt;">Das verbindet mit der weltläufigen Familie von Gagern.</span></p><p><i
 mg src="images/InternationalerMuseumstagFührungMarianneBoppMdJ_21.05.2023_3
 .JPG" alt="InternationalerMuseumstagFührungMarianneBoppMdJ 21.05.2023 3" wi
 dth="560" height="239" /></p><p><em>Oben v.l.: Die Eltern Charlotte und Han
 s Christoph von Gagern sowie die Söhne Friedrich, Heinrich und Max von Gage
 rn.</em></p><p><em>Unten v.l.: Brücke zum Hofgut über den Liederbach, Burg 
 Königstein und die Gagerngräber auf dem Hornauer Friedhof</em></p><p><span 
 style="font-size: 10pt;">Der Vater <strong>Hans Christoph </strong>hatte in
  Paris bei Napoleon für die Gründung des <strong>Herzogtums Nassau</strong>
  verhandelt, bevor er 1818 das Hornauer Hofgut erwarb. Der jüngste Sohn, <s
 trong>Max von Gagern</strong>, <strong>erbte das Hofgut</strong> nach dem T
 od der Eltern. Auch die weitere <strong>Geschichte des Hofguts</strong> mit
  ihren vielfältigen Bezügen zu Nassau waren Thema der Führung, desgleichen 
 die <strong>Elemente des Louis-Philippe-Stils</strong> im Allgemeinen und b
 ei den präsentierten Exponaten. Ein <strong>Chapeau-claque</strong> stand f
 ür die Mode der Zeit.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Für die a
 usgestellten Sitzmöbel wurde <strong>Nussbaum</strong> verwendet. Davon gib
 t es verschiedene <strong>Maserungen</strong>, die an einem Nachttisch im M
 useum zu erkennen sind und auch am <strong>Gral, dem Möbel des Jahres 2019,
  </strong>aus dem Kelkheimer Möbelhaus Lange innen ausbauen und einrichten.
 </span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Marianne Bopp stellte zum Absc
 hluss <strong>Moritz von Gagen</strong> vor, weniger bekannter Bruder von H
 einrich und Max. Er wirkte1951 wahrhaftig <strong>nachhaltig</strong> mit d
 er Gründung einer <strong>Blindenschule</strong> und der <strong>Nassauisch
 en Blindenfürsorge</strong>, die es bis heute gibt und mit der er sich für 
 <strong>die Förderung und das Wohlbefinden</strong> der Blinden einsetzte, 
 denen sonst damals meist nur das Betteln blieb.</span></p><p><span style="f
 ont-size: 10pt;"><em>Ich danke ganz besonders Petra Krause für ihren Einsat
 z bei den Führungen, Katharina Kofler für die vielen Informationen zu ihrem
  Sofa und ihrer Familie und Jürgen Moog für die gelungenen Fotos.</em></spa
 n></p><p><span style="font-size: 10pt;"><em>Marianne Bopp</em></span></p><p
 >&nbsp;</p>
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; color: #ff0000
 ;"><strong>Internationaler Museumstag am 21. Mai 2023</strong></span></p><p
  style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff0000;"
 ><strong>Motto: Nachhaltigkeit und Wohlbefinden</strong></span></p><p style
 ="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #ff6600;"><stro
 ng>Angebot im Museum Kelkheim – Sammlung für Möbelhandwerk und Stadtgeschic
 hte:</strong></span></p><p style="text-align: center;"><span style="font-si
 ze: 14pt; color: #ff6600;"><strong>LOUIS-PHILIPP SITZMOBILIAR</strong></spa
 n></p><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; color: #
 ff6600;"><strong>AUS DEM HOFGUT DER FREIHERREN VON GAGERN</strong></span></
 p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/LesungTorsten_Weigelt-
 11.12.2022_2.JPG" alt="LesungTorsten Weigelt 11.12.2022 2" width="560" heig
 ht="240" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Das <strong>Hofgut in Kelk
 heim-Hornau</strong> war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Besit
 z der Familie der <strong>Freiherren von Gagern</strong>. Zu ihr gehörte <s
 trong>Heinrich von Gagern</strong>, der <strong>Präsident der Nationalversa
 mmlung in der Paulskirche in Frankfurt</strong>.</span></p><p><span style="
 font-size: 10pt;">Zum <strong>175-jährigen Jubiläum</strong> dieses ersten 
 deutschen Parlaments präsentiert das <strong>Museum Kelkheim</strong> als <
 strong>Möbel des Jahres</strong> ein <strong>Salonsofa aus dem Hofgut</stro
 ng> und <strong>historische Stühle</strong>, letztere aus dem Besitz von <s
 trong>Heinrich von Gagern</strong> - alles im <strong>Louis-Philippe-Stil</
 strong>.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Das Mobiliar des Hofgu
 ts wurde Anfang des 20. Jahrhunderts <strong>versteigert</strong>. Das Sofa
  wird seitdem in der Hornauer Familie der <strong>Leihgeberin Katharina Kof
 ler</strong>, aktives Mitglied des Museumsvereins, <strong>nachhaltig genut
 zt</strong> und trägt weiterhin zu deren <strong>Wohlbefinden</strong> bei.
 </span></p><p><span style="font-size: 10pt;">Es bot sich also an, dieses <s
 trong>Sitzmobiliar</strong> am <strong>Internationalen Museumstag</strong> 
 besonders zu würdigen.</span></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.d
 e/images/InternationalerMuseumstagFührungMarianneBoppMdJ_21.05.2023_2.JPG" 
 alt="InternationalerMuseumstagFührungMarianneBoppMdJ 21.05.2023 2" width="5
 60" height="280" /></p><p><span style="font-size: 10pt;">Auch die Museumsbe
 sucher – sie kamen sogar aus Hofheim und Offenbach – sollten sich wohlfühle
 n. So bot Petra Krause aus dem Vorstand des Museumsvereins zur Führung <str
 ong>selbstgekelterten Apfelwein</strong> und -saft aus <strong>historischen
  „Gerippten“</strong> ihres privaten Apfelweinglas-Museums an.</span></p><p
 ><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/InternationalerMuseumstagF
 ührungMarianneBoppMdJ_21.05.2023_1.JPG" alt="InternationalerMuseumstagFühru
 ngMarianneBoppMdJ 21.05.2023 1" width="560" height="305" /></p><p><span sty
 le="font-size: 10pt;">Marianne Bopp stellte als erstes die Exponate vor, di
 e mit dem <strong>Salonsofa </strong>und den<strong> Stühlen</strong> ein <
 strong>zeittypisches Ensemble</strong> bilden: einen achteckigen <strong>In
 tarsien-Tisch</strong>, einen <strong>ovalen Spiegel mit originaler Vergold
 ung</strong> und die gerahmten Portraits von <strong>Hans Christoph Freiher
 r von Gagern </strong>und seiner Frau <strong>Caroline Freifrau von Gagern<
 /strong>, genannt Charlotte. Das Ehepaar hatte zehn Kinder und empfing berü
 hmte Gäste im Hofgut in einem <strong>repräsentativen Salon</strong>, in de
 m vermutlich schon das Salonsofa gestanden hat.</span></p><p><span style="f
 ont-size: 10pt;">Die Geschichte der <strong>Familie der Leihgeberin</strong
 > erstaunte die Gäste: Als die Großmutter um 1910 das Sofa ersteigerte, war
  ihr in Lothringen geborener Mann schon aus den Vereinigten Staaten zurückg
 ekehrt. Dort hatte er im bekannten Hotel Waldorf Astoria gearbeitet. Mit se
 iner Familie zog er auch für kurze Zeit in seine Heimat; bald war man aber 
 zurück in Hornau, das mit Strom und fließendem Wasser schon bescheidenen Ko
 mfort bot. Französisch blieb wichtig für die Familie.</span></p><p><span st
 yle="font-size: 10pt;">Das verbindet mit der weltläufigen Familie von Gager
 n.</span></p><p><img src="https://www.museum-kelkheim.de/images/Internation
 alerMuseumstagFührungMarianneBoppMdJ_21.05.2023_3.JPG" alt="Internationaler
 MuseumstagFührungMarianneBoppMdJ 21.05.2023 3" width="560" height="239" /><
 /p><p><em>Oben v.l.: Die Eltern Charlotte und Hans Christoph von Gagern sow
 ie die Söhne Friedrich, Heinrich und Max von Gagern.</em></p><p><em>Unten v
 .l.: Brücke zum Hofgut über den Liederbach, Burg Königstein und die Gagerng
 räber auf dem Hornauer Friedhof</em></p><p><span style="font-size: 10pt;">D
 er Vater <strong>Hans Christoph </strong>hatte in Paris bei Napoleon für di
 e Gründung des <strong>Herzogtums Nassau</strong> verhandelt, bevor er 1818
  das Hornauer Hofgut erwarb. Der jüngste Sohn, <strong>Max von Gagern</stro
 ng>, <strong>erbte das Hofgut</strong> nach dem Tod der Eltern. Auch die we
 itere <strong>Geschichte des Hofguts</strong> mit ihren vielfältigen Bezüge
 n zu Nassau waren Thema der Führung, desgleichen die <strong>Elemente des L
 ouis-Philippe-Stils</strong> im Allgemeinen und bei den präsentierten Expon
 aten. Ein <strong>Chapeau-claque</strong> stand für die Mode der Zeit.</spa
 n></p><p><span style="font-size: 10pt;">Für die ausgestellten Sitzmöbel wur
 de <strong>Nussbaum</strong> verwendet. Davon gibt es verschiedene <strong>
 Maserungen</strong>, die an einem Nachttisch im Museum zu erkennen sind und
  auch am <strong>Gral, dem Möbel des Jahres 2019, </strong>aus dem Kelkheim
 er Möbelhaus Lange innen ausbauen und einrichten.</span></p><p><span style=
 "font-size: 10pt;">Marianne Bopp stellte zum Abschluss <strong>Moritz von G
 agen</strong> vor, weniger bekannter Bruder von Heinrich und Max. Er wirkte
 1951 wahrhaftig <strong>nachhaltig</strong> mit der Gründung einer <strong>
 Blindenschule</strong> und der <strong>Nassauischen Blindenfürsorge</strong
 >, die es bis heute gibt und mit der er sich für <strong>die Förderung und 
 das Wohlbefinden</strong> der Blinden einsetzte, denen sonst damals meist n
 ur das Betteln blieb.</span></p><p><span style="font-size: 10pt;"><em>Ich d
 anke ganz besonders Petra Krause für ihren Einsatz bei den Führungen, Katha
 rina Kofler für die vielen Informationen zu ihrem Sofa und ihrer Familie un
 d Jürgen Moog für die gelungenen Fotos.</em></span></p><p><span style="font
 -size: 10pt;"><em>Marianne Bopp</em></span></p><p>&nbsp;</p>
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